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06.10.2010

Heftiges Tauziehen um interkommunales Gewerbegebiet

PFORZHEIM/ENZKREIS. Seit langem liefern sich die Stadt Pforzheim und fünf interessierte Enzkreisgemeinden ein heftiges Tauziehen, ob und wo ein interkommunales Gewerbegebiet (IKG) entstehen soll: im Gebiet Steinig auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim oder beim Ersinger Kreuz Ein Gespräch an diesem Mittwochabend im Landratsamt Enzkreis soll Klarheit bringen, wie es weiter geht.

Teilnehmen sollen daran neben Regionalverbandsdirektor Dirk Büscher und Landrats-Stellvertreter Wolfgang Herz, die Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden aus Kämpfelbach, Eisingen, Neulingen, Ispringen und Pforzheim, sowie Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Forstdirektion Feiburg. Büscher sagte im Vorfeld der großen nichtöffentlichen Diskussionsrunde: "Mir ist daran gelegen, dass die notwendigen Verfahren eingeleitet werden können." Dazu bedürfe es weiterer Beschlüsse der Kommunen. Ein Regionalplan-Änderungsverfahren dauere erfahrungsgemäß etwa ein Jahr. Jede der beiden 25 Hektar großen potenziellen Gewerbeflächen ist aus ökologischen Gründen stark umstritten. Gegen das Waldgebiet im Steinig zwischen dem Wohngebiet Riebergle, der Autobahn und den Sportstätten läuft eine Bürgerinitiative Sturm. Dennoch scheint Steinig als leichter Favorit ins Rennen zu gehen, was auch Büscher einräumt: "Steinig ist weniger problematisch als das Ersinger Kreuz."