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Leisten Präventions- und Überzeugungsarbeit: Rüdiger Schilling und der „Heini“ bei Stefanie Seemann.
Leisten Präventions- und Überzeugungsarbeit: Rüdiger Schilling und der „Heini“ bei Stefanie Seemann.
25.11.2016

„Heini“ und Arbeit gegen Missbrauch bleibt trotz Polizeireform

Pforzheim. Der „Heini“ hat Generationen von Kindern in und um Pforzheim während ihrer Kindergartenzeit altersgerecht für das heikle Thema sexueller Missbrauch sensibilisiert. Das vom Pforzheimer Kriminologen Rüdiger Schilling gemeinsam mit weiteren im Jahr 2000 entwickelte Programm „Ich bin doch kein Heini!?“ mit der gleichnamigen Puppe fand deutschlandweit Aufmerksamkeit und Nachahmung.

Doch es stand im Zuge der Polizeireform der nun abgewählten grün-roten Landesregierung vor dem Aus: Die Polizeidirektion Pforzheim wurde dem Polizeipräsidium Karlsruhe zugeschlagen, die Präventionsarbeit an zentralisierten Vorgaben ausgerichtet, in denen es für den „Heini“ keinen Platz mehr gab. Nun haben Schilling und die Enzkreis-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann (Bündnis 90/Grüne) eine Lösung präsentiert, wie der „Heini“ weiterhin Kindergartenkinder sensibilisieren kann. Das tut er, indem er ihnen vorspielt, wie man es gerade nicht macht, wenn der sprichwörtliche böse Onkel sie auf dem Spielplatz oder aus dem Auto heraus anspricht oder an der Wohnungstüre klingelt, wenn sie alleine zu Hause sind. In seiner Freizeit bietet nun der 55-jährige Schilling Erzieherinnen und Erziehern samstags sechsstündige Schulungen an, so dass sie die Arbeit mit der Puppe übernehmen können. Kita-Besuche der Polizei für die Verkehrserziehung gebe es weiterhin, aber dem vielfach auch gegenüber Stefanie Seemann geäußerten Wunsch nach einer Fortsetzung für den „Heini“ könne so Rechnung getragen werden.

Das Büro Seemann, telefonisch unter (0 72 31) 7 76 61 45 oder per E-Mail an stefanie.seemann.wk@gruene.landtag-bw.de erreichbar, koordiniert die Fortbildungstermine und steht für weitere Auskünfte zur Verfügung.