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Die tätowierten Hände („wahrer Schmerz“) eines der zehn Angeklagten in dem Prozess gegen die Hells Angels. Sie sollen eine Massenschlägerei mit der Türstehervereinigung United Tribuns angezettelt haben. Foto: dpa
11.01.2013

Hells Angels: Um ein Haar nach Schlägerei verblutet

Ein Mitglied der Pforzheimer Rockergruppe Hells Angels wäre vor etwas über zwei Jahren nach einer Messerattacke von einem Mitglied der Türsteherclique United Tribuns fast gestorben. Im Prozess um die Massenschlägerei, die damals auf dem Güterbahnhofareal für einen Großeinsatz der Polizei sorgte, zeigte Polizei jetzt im Gerichtssaal die beschlagnahmten Waffen.

Bildergalerie: Großes Polizeiaufgebot beim Prozess gegen Hells Angels

Zehn Mitglieder und Sympathisanten des inzwischen verbotenen Charter Borderland des Hells Angels MC in Pforzheim sitzen seit Beginn der Woche auf der Anklagebank. Sie sitzen und schweigen meistens. Die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe verhandelt gegen die Männer im Alter zwischen 27 und 47 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Bildung bewaffneter Gruppen.

Am 27. November 2010 sollen mindestens zehn Hells Angels auf dem Netto-Parkplatz am Hauptgüterbahnhof eine Massenschlägerei mit sieben Mitgliedern der Türstehervereinigung United Tribuns begonnen haben. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Einer der Hells Angels wäre an den Folgen eines Messerstichs in die Leber verblutet, wenn nicht ärztliche Hilfe erfolgt wäre. Das führte die Rechtsmedizinerin Gisela Zimmer von der Uni Heidelberg aus. 2,5 Liter Blut befanden sich bereits im Bauchraum des Opfers, als die Ärzte mit der Operation begannen.

Der Prozess geht am Montag, 14. Januar, um 9 Uhr im Amtsgericht im Saal 1 weiter.

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