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17.07.2012

Hells Angels vor Gericht: Mit Eisenrohr attackiert

Pforzheim. Die Tat, die am Dienstag vor dem Pforzheimer Amtsgericht verhandelt werden sollte, liegt schon lange zurück. Die beiden jeweils 27 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. In einer Nacht im November 2009 sollen die Männer ihre beiden Opfer mit einem Eisenrohr oder einem schwarzen Hydraulikschlauch auf den Kopf geschlagen haben – und zwar so brutal, dass einer der Geschädigten ein Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutungen erlitt.

Der andere kam mit einer Schädelprellung sowie einer Platzwunde am Kopf davon. Die beiden Geschädigten sollen dem Umfeld der „Hells Angels“ zuzurechnen gewesen sein.

Ein dritter Täter, der bei dem Übergriff dabei gewesen sein soll, konnte nicht ermittelt werden und ist nach wie vor unbekannt. Als Richter Fabian Krüger die Verhandlung vor dem Amtsgericht eröffnete, fehlte jedoch einer der beiden Angeklagten. Er sei am Abend zuvor ins Krankenhaus eingewiesen worden, und es gehe ihm wohl nicht gut. Was genau mit ihm passiert sei, könne man jedoch derzeit noch nicht sagen, so die Anwältin desjenigen Angeklagten, der erschienen war.

Nach kurzer Beratung zwischen den Verfahrensbeteiligten setzte Richter Fabian Krüger das Verfahren aus, da zwei abgetrennte Verfahren in diesem Fall wohl wenig Sinn gemacht hätten. Für die Hauptverhandlung muss nun ein neuer zeitnaher Termin gefunden werden.