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Aus Meisterhand: Rolf Nagel (Kreishandwerkerschaft), Schneiderin Hildegard Günther, Sparkassenchef Stephan Scholl, Innungsobermeisterin Susanne Mühlberger, Schneiderin Gina Riehl, Elke Gwinner vom gleichnamigen Einrichtungshaus und Schneiderin Katrin Schreiber (von links) im „Kleiderstück“, dem neuen Laden auf Zeit. Fotos: Meyer
Aus Meisterhand: Rolf Nagel (Kreishandwerkerschaft), Schneiderin Hildegard Günther, Sparkassenchef Stephan Scholl, Innungsobermeisterin Susanne Mühlberger, Schneiderin Gina Riehl, Elke Gwinner vom gleichnamigen Einrichtungshaus und Schneiderin Katrin Schreiber (von links) im „Kleiderstück“, dem neuen Laden auf Zeit. Fotos: Meyer
Erster Einblick in das Geschäft.
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Im „Kleiderstück“ an der Westlichen 1 gibt es ausschließlich Unikate aus der Region.
Im „Kleiderstück“ an der Westlichen 1 gibt es ausschließlich Unikate aus der Region.
Accessoires runden das Angebot ab.
Accessoires runden das Angebot ab.
02.05.2019

Hier gibt’s echte Unikate: Mode zieht in Leerstand in Pforzheims Fußgängerzone ein

Pforzheim. Es ist der Albtraum jeder Frau: Da trägt sie auf einer Gala dieses wunderbare Abendkleid – und dann entdeckt sie unter den Gästen ihren modischen Zwilling. So ist es Hildegard Günther einst ergangen, als sie kurz nach der Geburt ihrer Tochter zu einem Kleid von der Stange griff.

„Ich bin den kompletten Abend an meinem Platz sitzengeblieben“, erinnert sich die Maßschneiderin aus Niefern-Öschelbronn. Das kann im „Kleiderstück“, dem Modeatelier auf Zeit, das kommenden Montag, 6. Mai, in der Fußgängerzone eröffnet, nicht passieren. Hier bietet sie gemeinsam mit zwei weiteren Schneidermeisterinnen aus der Region echte Unikate an.

„Wir fertigen keines der Stücke doppelt an“, verspricht Gina Riehl, die ihr Atelier in Neuenbürg hat. Während ihr Label für Kurven steht – die festlichen Kreationen sind bis Größe 54 zu haben – legt Katrin Schreiber den Schwerpunkt im Laden auf Alltagskleidung, die auch im Urlaub getragen werden kann. Die 29-Jährige führt gemeinsam mit ihrer Mutter Anita das Atelier „Fingerhut“ in Huchenfeld. Sie weiß, wie schwer es in der Branche ist, Nachwuchs zu finden. „Klar, mit jährlich teils acht Kollektionen der großen Labels können wir nicht mithalten“, gesteht sie. Sie punkteten damit, dass sie Einzelstücke anfertigen, die perfekt auf Geschmack und Figur der Trägerin abgestimmt sind.

Kreishandwerksmeister Rolf Nagel ist stolz auf die Textil- und Schneider-Innung Pforzheim, die zu den kleinsten zählt, auch wenn sie flächenmäßig die größte ist. Es sei eine tolle Chance für die Ateliers, sich im Zentrum Pforzheims zu präsentieren, betont Innungsobermeisterin Susanne Mühlberger. Sparkassen-Vorstandschef Stephan Scholl freut es, dass der Leerstand in der Westlichen 1 abermals bespielt werden kann.

„Kleiderstück“ eröffnet am Montag, 6. Mai, um 10 Uhr in der Westlichen 1. Bis Ende Juli ist das Modeatelier montags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Mehr lesen Sie am Freitag, 3. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.