nach oben
Geschwindigkeitsüberschreitungen waren am Montag im Berusfverkehr auf Berliner, Goethe- und Kiehnlestraße nur schwer möglich. Wegen der Sperrung der Museumstraße ging es nur langsam voran. © Ketterl
04.10.2010

Hilda-Dachziegel lassen den Verkehr stocken

PFORZHEIM. Autofahrer, die Montag morgen über die Berliner , Goethe- und Kiehnlestraße fuhren, brauchten viel Geduld. Wegen Dacharbeiten am Hilda-Gymnasium musste die Museumstraße gesperrt werden.

Bildergalerie: Museumstraße gesperrt: Staus im Berufsverkehr

Die Schüler des Hilda-Gymnasiums nahmen die Ziegelarbeiten nach Aussagen von Edith Drescher, Schulleiterin des Traditions-Gymnasium, ziemlich gelassen. Die Autofahrer indes waren am Montag Morgen in der Innenstadt ziemlich genervt.

Mit Drehleiter im Einsatz

Bildergalerie: Hilda-Neubau: Ein Großprojekt wächst heran

Der Grund für das Chaos: Vom Dach des Hilda-Gymnasiums waren laut Feuerwehr am Freitag gegen 19.22 Uhr Ziegel auf die Museumstraße gefallen. Die Feuerwehr rückte mit zwei Mann aus und entfernte mit einer Drehleiter die ersten „gefährliche Teile“, wie Eckhard Krehnke, Leiter der Einsatzvorbereitung, erklärte. Da die Floriansjünger aber nicht an alle Ziegel herankamen, sperrte die Feuerwehr mit der Polizei die Museumstraße zwischen Kiehnlestraße und Luisenstraße.

Bildergalerie: Die Baustelle am Hilda-Gymnasium

In der Kombination mit der wegen der Baustelle zur Einbahnstraße reduzierten Kiehnlestraße kam es bereits am Freitag Abend zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Hilda-Schulleiterin Edith Drescher setzte sich noch am Wochenende mit dem Hausmeister des Gebäudes in Verbindung. Schließlich musste der Eingang der Bildungseinrichtung an der Museumstraße ebenfalls komplett gesperrt werden. „Die Schüler haben es ruhig aufgenommen“, so die Direktorin.

„Einige Beschwerden“

Ganz anders dagegen die Autofahrer: Wolfgang Raff, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, bestätigte, dass am Montag etliche Beschwerden sein Amt erreicht hätten. Doch „der Gesundheitsschutz geht vor“, erklärte der Ordnungsamtsleiter.

Die Verkehrsteilnehmer zeigten sich ob des Dauerstaus sehr kreativ: So nahmen einige Autofahrer, die das Parkhaus in der Schlössle-Galerie genützt hatten, eine Abkürzung über die Fußgängerzone. Andere ließen ihren Frust durch dauerhaftes Hupen ihren Lauf. Allerdings hätte ein Aufstellen eines weiteren Hinweisschilds zu Beginn der Goethestraße an der Schlössle-Galerie nichts gebracht, wie Wolfgang Raff erläuterte. „So ein Hinweisschild wird am ersten Tag eh‘ nicht beachtet“, so der Ordnungsamtschef. Nachdem die Sperrung gegen 13.45 Uhr wieder aufgehoben war, konnten die Autofahrer wieder durch die Straßenzüge rings um die Schlössle-Galerie fahren.