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Sport aller Art – wie hier eine Volleyballeinlage – ist in der neuen Bertha-Benz-Halle möglich. Das Hilda-Gymasium will deshalb Bewegung in den Lehrplan bringen. Foto: Ketterl
Sport aller Art – wie hier eine Volleyballeinlage – ist in der neuen Bertha-Benz-Halle möglich. Das Hilda-Gymasium will deshalb Bewegung in den Lehrplan bringen. Foto: Ketterl
28.02.2016

Hilda-Gymnasium will Schwerpunkt Sport im Lehrplan verankern

Das Hilda-Gymnasium hat sich für einen Schritt entschieden, der seine Schüler möglichst früh mit zahlreichen verschiedenen Sportarten in Kontakt bringen soll. Die Rede ist von der Einführung des Sonderprofils Sport. Momentan können die Achtklässler zwischen dem sprachlichen und dem naturwissenschaftlichen Profil wählen, das dann bis zur zehnten Klasse ihren Unterricht bestimmt. Jedem liegt ein eigener Bildungsplan zugrunde, der besonderen Wert auf den jeweiligen Schwerpunkt legt. Zusätzlich hat jede Schule die Möglichkeit, ein Sonderprofil hinzuzufügen, dessen Themen neben Sport auch Musik oder bildende Kunst sein können.

„Im Vorfeld des Neubaus der Sporthalle ist die Idee zu einem solchen Spezialangebot im Gemeinderat bereits besprochen worden, da es noch nichts Vergleichbares in Pforzheim gibt“, erklärt Edith Drescher, Schulleiterin des Hilda-Gymnasiums.

Nachdem die Fachschaft Sport den Gedanken konkretisiert hatte, zeigten sich die schulischen Entscheidungsgremien sehr angetan. Das Projekt habe auch großen Anklang bei Eltern und Schülern gefunden. Daher entschied man sich, einen Antrag auf Bewilligung im Gemeinderat zu stellen, so Drescher. Derzeit könne man jedoch noch nicht sagen, ob es zur Realisierung kommen werde.

Der erste betroffene Jahrgang wäre die achte Klasse des Schuljahrs 2018/2019, die jetzigen Fünftklässler. Die aktuell etwa 175 Schüler dieser Stufe haben dann als Erste die Wahl zwischen drei Profilen. „Wir sind auf jeden Fall bereit, mit Vereinen zu kooperieren“, betont Drescher. Auch ernsthafte Interessenten für die Zusammenarbeit habe man schon ausfindig gemacht.

„Ich halte das Sonderprofil für eine tolle Ergänzung, besonders weil es keine reine Förderung von Spitzensportlern ist, sondern ein breites Sportangebot bereitstellt“, sagt die Bürgermeisterin für Soziales, Bildung und Sport, Monika Müller. Da bereits Handball-Teams in der Hilda-Halle trainierten, liege diese Disziplin nahe. Badminton spielen und fechten könne man in Pforzheim ebenfalls, daher seien auch diese Aktivitäten denkbar. Das Projekt stelle für beide Seiten einen Gewinn dar. Vereine gewännen an Bekanntheit. Das biete ihnen die Möglichkeit, Nachwuchs anzuwerben.

Entscheidung dieses Jahr

Dem Antrag zur Einrichtung eines Sonderprofils Sport am Hilda-Gymnasium müssen zunächst der Gemeinderat und das Regierungspräsidium Karlsruhe zustimmen. Davor berät der Schulbeirat am 14. März über die Thematik. Laut Schulleiterin Drescher sei es sehr wichtig, noch dieses Jahr Bescheid zu wissen, es sei ein langer Vorlauf erforderlich. Entsprechend soll der Gemeinderat am 10. Mai eine Entscheidung fällen. Arbeitsgruppen würden für die Schüler eingerichtet, um herauszufinden, ob dieser Ausbildungsweg für sie geeignet sei.

Außerdem brauche die Schule dringend weitere Sportlehrer. Das habe man schon wegen der steigenden Schülerzahl und der größeren Vielfalt an Sportarten in der neuen Halle festgestellt, erläutert Drescher. „Wenn die Stadt als Schulträger das Sonderprofil wünscht, brauchen wir unbedingt ihre Unterstützung“, appelliert sie an die Stadträte.

Die Reservierung von festen Zeiten in einer Schwimmhalle oder auf Außenanlagen für die Leichtathletik seien hier nur ein Punkt. Bei den Außenanlagen dürfte das kein Problem sein, jene am Buckenberg sei erst kürzlich erneuert worden, so Müller. Bei den Schwimmstunden werde es jedoch schwieriger. Kurse für Schwimmanfänger bräuchten ebenso ihren Platz.