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Mehr als 100 Mal schon ist die rote Alarmtaste unterm „Hilda“ gedrückt worden. Erst dann öffnet sich die Türklinke des Notausgangs. Foto: Ketterl
Mehr als 100 Mal schon ist die rote Alarmtaste unterm „Hilda“ gedrückt worden. Erst dann öffnet sich die Türklinke des Notausgangs. Foto: Ketterl
Ein vertrautes Bild: Streifenwagen vor der Tiefgarage unterm Hilda-Gymnasium. Foto: Lorch-Gerstenmaier
Ein vertrautes Bild: Streifenwagen vor der Tiefgarage unterm Hilda-Gymnasium. Foto: Lorch-Gerstenmaier
12.07.2016

Hilda-Parkhaus: Fehlalarme am laufenden Band

Pforzheim. Nicht schon wieder. . . Streifenbeamte des Polizeireviers Nord rennen zu ihren im Hof geparkten Fahrzeugen, fahren mit hohem Tempo, Blaulicht und Martinshorn die Kiehnlestraße nach Westen, vorbei am „Rassler“-Denkmal. Es ist nur eine kurze Anfahrt. Nacheinander stoppen sie abrupt ihre Streifenwagen vor der PZ und der Sparkasse. Ihr Einsatz-Ziel ist klar: hinein in die Tiefgarage unter dem Hilda-Gymnasium und hin zu einer der Türen mit direktem Aufgang zur Schule.

Keiner weiß, ob ein Amokläufer den roten Knopf betätigt und die Klinke hinuntergedrückt hat, um sich Zugang zum Gymnasium zu verschaffen – oder ob ein Tiefgaragenbenutzer in einem Anfall geistigen Aussetzers den roten Knopf ignoriert hat, um über den Notausgang vielleicht an der Luisenstraße herauszukommen. Tatsache ist: Das rote Licht blinkt, ein Sicherheitsdienst muss die Anlage entschärfen – und anschließend wieder „scharf“ machen. Eines wissen die Polizisten gewiss: Es kommt oft vor. Sehr oft – nach PZ-Informationen über 100 Mal, seit die Tiefgarage fertig und mit der Schule verbunden ist (2012).

Das Gebäudemanagement, das als Projektträger für den Bau federführend zuständig war, prüfe derzeit, „ob unsachgemäße Handhabung der Grund ist oder ob ein Planungsfehler vorliegt“, sagt der städtische Pressesprecher Philip Mukherjee auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“.

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