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Hilda-Schüler nehmen neues Gebäude in Beschlag © Ketterl
02.05.2012

Hilda-Schüler nehmen neues Gebäude in Beschlag

Schon von weitem war es zu hören, das freudige Rufen der Schüler, die dicht gedrängt im Schulhof des neuen Hilda-Gymnasiums an der Kiehnlestraße standen. Am Mittwochmorgen durften sie nach fast zweieinhalbjähriger Bauzeit endlich ihr neues Schulgebäude beziehen.

Bildergalerie: Schüler ziehen ins neue Hilda-Gebäude um

Und das ist ein echter Hingucker geworden - von innen und außen: Klinker-Optik und viel Glas, grüner Fußboden, grüne Wände, grüne Elemente, Fenster bis zum Boden, Rahmen und Fensterbänke aus Holz, Parkettboden. Die Architekten holen mit ihrem Raumkonzept die Natur symbolisch in die Schule – ästhetisch, reduziert und modern (die PZ berichtete).

Schon um 8.30 Uhr wurden die Türen für die Pennäler geöffnet – und die konnten sich dann in Ruhe ihre neue Schule anschauen: Klassenräume, Flure, Mensa, Lehrerzimmer. Auf fast 40 000 Kubikmetern ist jetzt genug Platz zum Lehren und Lernen. Besonders begeistert sind die neuen Schüler auch von ihren Klassenzimmern. Die seien so modern. Viele kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus: "Manche Klassenzimmer haben sogar einen Balkon. Verlaufen könne man sich aber schon", sagen sie. Zur Feier des Tages durfte auch die Pforzheimer Zeitung nicht fehlen: Die gab es nämlich gratis für alle Schüler.

Bis zuletzt wurde am Neubau noch gewerkelt und gewienert. Damit zum Einzug der Schüler und Lehrer auch alles blitzt und blinkt. Das freute besonders Schulleiterin Edith Drescher. „Es ist ein großartiges Haus mit viel Licht und freundlichen Räumen. Ich freue mich sehr, denn ein neues Schulhaus zu beziehen, das passiert in einem Lehrer- und Schülerleben meist nur ein Mal“, sagte sie. Für sie sei es ein Jahrhundertereignis. „Ich freue mich, dass Ihr auch so begeistert seid. Es war toll, wie wir alle zusammengehalten und den Umzug bewältigt haben – Schüler, Lehrer und sogar Eltern haben mit angepackt. Wir nehmen das Gemeinschaftsgefühl mit in die neue Schule“, sagte sie zu ihren Schülern und Kollegen. Natürlich dürfe auch die Namenspatin der Schule nicht fehlen: Schüler der fünften Klasse hatten am Vormittag das Porträt der Großherzogin Hilda herübergezogen. "Wir haben die alte Hilda also symbolisch mitgebracht. Aber wir geben ja nur Mauern auf. Das Herz und die Seele der Schule, das seid ihr."

Auch Baubürgermeister Alexander Uhlig, der im Namen des Gebäudemanagements einen symbolischen Schlüssel aus Hefezopf im Gepäck hatte, brachte seine Begeisterung zum Ausdruck: „Endlich ist das neue Hilda fertig. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Tag heute feiern können. Neues kann nur entstehen, wenn altes Platz macht“, sagte er und fügte noch eine Frage an: „Frau Drescher, haben Sie denn am Hilda noch eine Stelle für mich frei?“

Nach der offiziellen Eröffnung mit Gesang, Tanz, Musik und Fürbitten - vorgetragen durch die Lehrer - ging es dann auf zur ersten Unterrichtsstunde.