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Ein Bauarbeiter ist auf der Baustelle der Hilda-Sporthalle in einem schmalen Schacht in die Tiefe gestürzt. © Ketterl
31.01.2013

Hilda-Sporthalle: Bauarbeiter stürzt in Baugrube

Pforzheim. Über drei Meter ist am Donnerstagmorgen ein Arbeiter auf der Baustelle für die neue Hilda-Sporthalle in die Tiefe gestürzt. Mit einem Kran gelang es schließlich, den offensichtlich schwer Verletzten aus dem etwa einen Meter schmalen Spalt zwischen Straße und Betonwand zu hieven. Seine Kollegen verfolgten bangen Blickes die dramatische Rettungsaktion.

Bildergalerie: Hilda-Sporthalle: Bauarbeiter stürzt in die Tiefe

Mit großem Aufgebot war die Feuerwehr gegen 9 Uhr zur Stelle. Auch die Drehleiter stand bereit. Schließlich entschieden sich die Einsatzkräfte dafür, die Rettungstrage mithilfe des Baukrans in die Grube zu senken, in die der 38-jährige, aus Karlsruhe kommende Portugiese gestürzt war. Er soll ungesichert beim Überqueren des Spalts gestrauchelt sein, so erklärte es ein Augenzeuge.

Immer größer wurde die Traube der Schaulustigen entlang der Kiehnlestraße, die die Aktion beobachteten. Der Einsatz am westlichen Ende der Sporthallenbaustelle am oberen Bereich der Museumstraße erwies sich als äußerst diffizil. Vier Feuerwehrfahrzeuge inklusive Drehleiter waren vor Ort. Der Notarzt musste den Schwerverletzten am Grund der Baugrube erstversorgen. Danach wurde er mit dem Baukran Zentimeter um Zentimeter aus der Grube gehoben.

Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Arbeitsunfalls dauern an. Die Verletzungen, so ein Polizeisprecher, seien schwer, aber nicht lebensgefährlich.

Dieses tragische Missgeschick eines Arbeiters war nicht der erste Arbeitsunfall, der sich auf der Großbaustelle Hilda ereignet hat. Bereits im Juli 2010 war ein Mann beim Bau des inzwischen fertiggestellten Hilda-Gymnasiums an der Kiehnlestraße in eine Grube gestürzt. Auch damals wurde der Verunglückte mit Hilfe eines Baukrans auf einer sogenannten Schleifkorbtrage aus der Grube gehoben.

Feuerwehr und Rotes Kreuz arbeiteten bei der dramatischen Rettungsaktion Hand in Hand. Das Mitglied eines rumänischen Arbeitstrupps hatte Glück im Unglück. Der damals 30-Jährige überstand den Sturz aus sechs Metern Höhe von der Verschalung für das künftige Löschwasserbecken der Schule mit einer vergleichsweise leichten Verletzung, nämlich dem Bruch eines Ellenbogens. Wie Augenzeugen berichten, glich der Einsatz am Donnerstag auf der Baustelle für die Hilda-Sporthalle der damaligen Rettungsaktion aufs Haar.