nach oben
Haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: Amer Fawzi, Akkad Al Ahmed, Edo Alsalim (vorne, von links) mit Daniela Salzer und Sabine Jost von der Diakonie sowie den  initiAID-Mitgliedern Lea Faaß und Marvin Nestler (hinten, von links).
Haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: Amer Fawzi, Akkad Al Ahmed, Edo Alsalim (vorne, von links) mit Daniela Salzer und Sabine Jost von der Diakonie sowie den initiAID-Mitgliedern Lea Faaß und Marvin Nestler (hinten, von links).
18.03.2016

Hilfe bei den ersten Schritten: Diakonie, Hochschulstudierende und Asylbewerber arbeiten an Info-Webseite

Pforzheim. Am Ende soll es eine Anlaufstelle für Pforzheimer und Asylbewerber sein, während ihres Entstehungsprozesses ist die Webseite zum Thema Asyl in Pforzheim ein Schritt in Richtung Normalität und Miteinander: Beim Projekt, das durch das Landesprogramm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ gefördert wird, arbeiten Diakonie, Mitglieder der Studenteninitiative initiAID und Neuankömmlinge zusammen.

Dahinter steckt zum einen ein praktischer Aspekt, wie Diakonie-Chefin Sabine Jost erklärt: „Wir wissen nicht immer, welche Informationen Flüchtlinge brauchen.“ Zum anderen kommen diese so in Kontakt mit Gleichaltrigen sowie der Hochschule. Es gehe um ein Miteinander auf Augenhöhe: „Das sind einfach junge Menschen, die gemeinsam ihre Freizeit verbringen“, sagt Jost. Die Teilnehmer hätten oder haben in ihren Heimatländern ebenfalls eine Hochschule besucht. „Ich habe in Syiren drei Jahre Maschinenbau studiert“, sagt Akkad Al Ahmed. Fünf Jahre, so der 25-Jährige, hätte er gebraucht, um abzuschließen. Sein 27-jähriger Landsmann Amer Fawzi wurde zwei Jahre im Bereich Kommunikationstechnik geschult. „Es ist Traum, eine große Chance“, sagt der 24-jährige Edo Alsalim aus dem Irak über die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Doch bis die jungen Männer tatsächlich eine Hochschule besuchen können, wird es noch dauern – nicht nur wegen der Sprache, sondern auch aufgrund formaler Hürden, so Marvin Nestler von initiAID. Buddy-Programm, Welcome-Café und die gemeinsame Arbeit an der Webseite sind erste Schritte. Die Hochschule bringt sich ebenfalls ein, etwa in Form interdisziplinärer Projekte, die zur optimalen Gestaltung des Auftritts beitragen.

Einen Termin, wann die Seite fertig sein wird, die Angebote von der Hilfe beim Amtsgang bis hin zur Freizeitgestaltung bieten soll und auf Deutsch, Kurdisch, Arabisch und Farsi geplant ist, gibt es noch nicht. Bereits jetzt stehen jedoch auf www.pforzheimer-willkommensbuendnis.de Informationen zur Verfügung.