nach oben
Iain Guest ist Gründer und Geschäftsführer des Advocacy Projekts und zeigt einen Nepal-Qulit. Foto: Frommer
Iain Guest ist Gründer und Geschäftsführer des Advocacy Projekts und zeigt einen Nepal-Qulit. Foto: Frommer
12.10.2015

Hilferufe aus Stoff: Ausstellung in Auferstehungskirche

Pforzheim. In der Auferstehungskirche ist eine Ausstellung verschiedener Patchwork-Decken zu sehen. Die Quilts sollen das Schicksal unterdrückter Menschen plakativ ins Blickfeld rücken. Iain Guest, Gründer der Organisation „Advocacy Project“ und ehemaliger „Guardian“-Journalist, erläuterte Inhalt und Absicht der Aktion.

Jeder Quilt steht hierbei für eine Gemeinde, in der Menschen – überwiegend Frauen – unterdrückt oder misshandelt werden. Die Bild- und Textelemente wurden von Mädchen und Frauen hergestellt, die zuvor kaum Erfahrung mit Handarbeiten hatten. Neben den acht (inzwischen in Frankreich lebenden) Roma aus Rumänien stellen Frauengruppen aus Belize, Nepal, Peru, aus dem Kongo und aus dem Kosovo ihre von erstaunlicher Qualität geprägten Arbeiten aus.

Die vor Ort von Freiwilligen getragene und beispielsweise im Kongo von 2010 bis 2014 durch die deutsche Regierung über das Programm Zivik geförderten Projekte seien, so Iain Guest, sehr erfolgreich. Beispielsweise habe man betroffene Kommunen durch Getreidemühlen und Wasserpumpen unterstützt. Dadurch konnten gefährliche Wege für die Frauen deutlich reduziert werden.

Die Ausstellung in der Auferstehungskirche ist noch bis zum Sonntag, 18. Oktober, geöffnet.