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Tobias Stierle, Betriebsleiter im Gartencenter Streb, mit einem Herrenhut von AJS, Typ: „Adrien“. Foto: Frommer
Tobias Stierle, Betriebsleiter im Gartencenter Streb, mit einem Herrenhut von AJS, Typ: „Adrien“. Foto: Frommer
Projektleiter Frank Weißmann bespricht sich mit den gut behüteten Werkmeistern der Bahnmeisterei Forbach, Emanuel Asal und Jasmin Gerzic (von rechts). Sonnenschutz spielt auch bei den von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft vorgenommenen Streckenarbeiten auf der Enztalbahn eine gewichtige Rolle. Foto: AVG
Projektleiter Frank Weißmann bespricht sich mit den gut behüteten Werkmeistern der Bahnmeisterei Forbach, Emanuel Asal und Jasmin Gerzic (von rechts). Sonnenschutz spielt auch bei den von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft vorgenommenen Streckenarbeiten auf der Enztalbahn eine gewichtige Rolle. Foto: AVG
12.08.2018

Hitze und Sonne: Strohhüte in Pforzheim beliebt

Pforzheim. Eigentlich ist er ein Klassiker: der Sommerhut aus Panamastroh. Die jüngste Hitzewelle macht ihn aber auch bei uns zur angesagten Kopfbedeckung der ersten Wahl. Nein, keineswegs nur im Ursprungsland Ecuador oder bei den relaxten Flaneuren entlang der Boulevards, sondern gerade bei den Menschen, die draußen, im prallen Sonnenlicht, arbeiten müssen.

Was denn sonst?!

Ungeachtet der Hitzewelle, treiben die Gleisbautrupps der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) gegenwärtig zwischen Pforzheim und Bad Wildbad 19 bis 20 Baustellen voran (die PZ berichtete). Wenn nicht gerade ein plötzliches Gewitter die Hitze unterbricht, zählt der Strohhut zu ihren ständigen Wegbegleitern in Brötzingen sowie entlang der Stadtbahnlinie S 6.

Werkmeister Jasmin Gerzic (47) stammt aus dem ostkroatischen Nova Gradiška, ist an hochsommerliche Temperaturen also durchaus gewohnt. Er lacht: „Was soll ich bei 36 Grad Celsius auch sonst tragen?“ Seinen Strohhut hat er sich in Frankreich gekauft. Bauingenieur Frank Weißmann (51), Leiter der AVG-Bahnmeisterei Forbach, ergänzt: „Die Hitze ist für Mitarbeiter und Material sehr belastend. Natürlich stellt die AVG daher Mineralwasser, Sonnen- und Mückenschutz sowie FSME-Impfungen kostenlos zur Verfügung.“ Die Strohhüte, so Weißmann weiter, hätten sich die Mitarbeiter beschafft, weil sie den besten UV-Schutz im Nacken- und Schläfenbereich bieten. Die Firma stelle auch Helme (Schlagschutz) und Kopfbedeckungen gegen Kälte zur Verfügung. Bleibt oder kehrt die tropische Hitze wieder, so steht zu vermuten, wird man künftig wohl auch Strohhüte zur Verfügung stellen müssen.

Mit Köpfchen

Definitiv steigende Nachfrage nach Strohhüten beobachtet Tobias Stierle (35), seit September 2017 Betriebsleiter des Gartencenters Streb. „Unsere australischen Strohhüte sind ausverkauft. Wir führen aber seit acht bis zehn Jahren auch preisgünstige Modelle aus französischer Herstellung. Zu Beginn dieses Sommers konnten wir rasch 750 Strohhüte verkaufen – und in unserer Baumschule und Gärtnerei schätzen bestimmt 18 Mitarbeiter seit Jahren diese angenehm luftige Kopfbedeckung.“ Die der Sonneneinstrahlung ausgesetzten Streb-Mitarbeiter erhalten schon seit vielen Jahren Strohhüte aus dem Sortiment. „Nur so“, strahlt Sylvia Schuler (53), „behält man trotz der Hitze garantiert immer einen kühlen Kopf!“