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Hitzestau durch Schmelzofen: Schwelbrand in Schmuckfirma

Pforzheim. Schmelzöfen haben es so an sich, dass sie heiß werden. Deshalb wird die unmittelbare Umgebung durch Brandschutzplatten vor der Hitze geschützt. Doch am Mittwochmittag funktionierte dieser Schutz in einer Schmuckfabrik an der Karlsruher Straße in Pforzheim nicht wie gewohnt. Dahinter liegendes Dämmmaterial war in Brand geraten.

Um 12.32 Uhr ging der Alarm bei der Polizei ein. Drei Polizeiautos eilten auf die Wilferdinger Höhe, dazu vier Fahrzeuge mit 14 Mann der Berufsfeuerwehr Pforzheim. Und auch der Rettungsdienst wurde alarmiert, schließlich war nicht auszuschließen, dass Firmenmitarbeiter in Gefahr sein könnten. Schnell stellte die Feuerwehr fest, dass es sich nur um einen Schwelbrand im Dämmmaterial hinter den Brandschutzplatten handelt, der ohne offene Flammen und ohne nennenswerte Rauchentwicklung, dafür mit intensiverem Brandgeruch für Aufregung gesorgt hatte. Zum Löschen des wohl durch einen Hitzestaus entstandenen Schwelbrands genügte ein Miniwasserlöscher der Feuerwehr.

Doch um ganz sicher zu gehen, dass sich der Brand nicht noch einmal entzündet, suchten die Spezialisten die geöffnete Wand hinter dem Schmelzofen mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern ab, die sich eventuell im Dämmmaterial gebildet haben könnten. Vorsichtshalber hatte die Schmuckfirma ihre Mitarbeiter evakuiert. Diese mussten jedoch nicht lange in der Kälte stehen, denn die Feuerwehr wusste frühzeitig, dass sich das Brandereignis nur auf einen kleinen Raum begrenzte und keinen Einfluss auf andere Betriebsbereiche hatte. Auch der Rettungsdienst konnte schnell entlassen werden, da durch die schnelle Reaktion der Unternehmensverantwortlichen niemand verletzt wurde.

Zur Schadenshöhe gibt es noch keine endgültigen Angaben, da nicht sicher ist, ob eventuell auch die Abzugsanlage in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach etwa einer Stunde war der Spuk in der Schmuckfirma vorbei.