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Die Bank derer, die Einwendungen haben gegen Windräder auf dem Sauberg – dahinter interessiete Büchenbronner Bürger in der Bergdorfhalle. Fotos: Seibel
Die Stadt-Bank: Umweltamts-Leiter Markus Haller, Claudia Bäzner (Rechtsamt) und Bürgermeister Alexander Uhlig (von links).
Die juwi-Bank, darunter Projektleiterin Julia Wolf (Dritte von rechts) und Regional-Chefin Sabine Pierau (Zweite von links).
03.11.2015

Hitzige Windkraft-Debatte in Büchenbronn

Pforzheim-Büchenbronn. Am Anfang steht ein Befangenheitsantrag – und am Ende eines langen Diskussionstages in einer kühlen Halle mit hitzigen Diskussionen ein erschöpftes Publikum samt Hauptdarstellern. Alexander Uhlig, Bürgermeister fürs Bauen, Planung und Umwelt, sei befangen, weil er den Gestattungsvertrag mit dem Unternehmen juwi (Rheinland-Pfalz) unterzeichnet habe, so FDP-Ortschaftsrat Hans-Jürgen Burfeind in einem Antrag. Der wird von Rechtsamtsmitarbeiterin Claudia Bäzner abgeschmettert:

Bildergalerie: Infoveranstaltung zum Thema Windkraft in Büchenbronn

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Uhlig habe in seiner dienstlichen Eigenschaft auf der Grundlage eines Gemeinderatsbeschlusses gehandelt. Die juwi Energieprojekte GmbH will als Projektentwickler zwei Windkraftanlagen auf der Büchenbronner Höhe errichten – eine im Stadt-, die andere im Staatswald. Dafür bedarf es einer Genehmigung – und die gibt’s erst nach diversen Gutachten, die juwi als Antragsteller in Auftrag geben musste und die wiederum von den städtischen Fachämter überprüft wurden. Doch es gab über 50 Einwendungen der Windkraftgegner, die hoffen, das Blatt zu drehen – und die sollen an diesem langen Tag in der Bergdorfhalle Punkt für Punkt durchgesprochen werden. Wenn’s sein muss, auch am darauf folgenden Tag.

Die Choreografie steht: Vor der Bühne die Bank mit Uhlig, Bäzner sowie Markus Haller und Armin Aydt vom Amt für Umweltschutz, auf den Flügeln die Armada von juwi mit acht Mitarbeitern, darunter Projektleiterin Julia Wolf und Regional-Chefin Sabine Pierau sowie den Gutachtern für Lärm, Schall, Landschaftsbild und Artenschutz beziehungsweise den Vertretern der Fachämter und des Regierungspräsidiums. Den Verwaltungsfachleuten gegenüber zwei Reihen mit Personen, die im Vorfeld Einwendungen erhoben haben, am wortmächtigsten neben Burfeind der Unternehmer Dieter Jehle (Benzinger), der Büchenbronner Thomas Frei und der Engelsbrander Hochschul-Professor Hans-Martin Niedetzky. Dahinter die interessierte Bürgerschaft inklusive Ortsvorsteher Bernhard Schuler und einiger Ortschaftsräte.Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“.

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