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Keramik für die Weihnachtssaison: Gabi Meixner (links) interessiert sich für die Arbeiten von Barbara Kosik. Foto: Tilo Keller
Keramik für die Weihnachtssaison: Gabi Meixner (links) interessiert sich für die Arbeiten von Barbara Kosik. Foto: Tilo Keller
06.11.2016

Hobbykünstler zeigen ihr Talent: 14. Büchenbronner Freizeitkünstlerausstellung

Pforzheim-Büchenbronn. Welche Talente der Stadtteil hervorbringt, hat die 14. Büchenbronner Freizeitkünstlerausstellung am Wochenende in der Bergdorfhalle wieder gezeigt. Insgesamt 17 Aussteller haben ihre vielfältigen Werke präsentiert. Die Eröffnung am Freitagabend wurde durch den Gesangverein Büchenbronn unter der Leitung von Klaus Beffert musikalisch umrahmt.

„Es ist ein weiterer Höhepunkt im Ortsteil“, sagte Ortsvorsteher Bernhard Schuler zum Auftakt. „Ich stelle fest, dass Sie, liebe Freizeitkünstler, ihre Talente bündeln und Herrliches geschaffen haben. Sie lassen uns einen Blick in ihre Ateliers werfen.“ Für die Aussteller ergriff Renate Dittes das Wort. „Die Kunst zu Gast in der Bergdorfhalle in Büchenbronn – das ist eine interessante Gelegenheit für die Künstler und die Gemeinde“, stellte sie fest. Sie definierte Kunst als Ausdruck dessen, was einem Menschen innewohne. „Künstler sind durch nichts zu erschrecken“, führte sie aus. „Ich hoffe, dass das auch für Sie als Publikum gilt, wenn Sie sich jetzt auf eine fantastische Kunstreise begeben.“

Die angebotenen Exponate waren vielfältig. So gab es neben einer ganzen Reihe von Gemälden in Aquarell, Öl oder Acryl auch Keramik, Näharbeiten, Strick- und Häkelwaren, Holzarbeiten, Schmuck und mehr zu bewundern. Bei Barbara Kosik konnte man unter anderem die außergewöhnliche Brennmethode Raku kennenlernen, mit der sie ihren Keramikarbeiten das besondere Flair verpasst. „Das ist immer ein Erlebnis“, beschrieb sie den Prozess, bei dem das Brenngut bei über 1000 Grad aus dem Ofen geholt wird und dann in ein Behältnis mit brennbarem Material, wie Holzspänen oder Laub kommt, wodurch besonders schöne Effekte in der Oberfläche entstehen.

Porträtieren mit dem Skalpell

Bei den Gemälden von Wolfgang Kühnel musste man zweimal hinsehen – denn sie sind nicht mit dem Pinsel entstanden. „Ich gehe an die Porträts heran, wie ein Doktor – mit einem Skalpell“, erklärte er. Seine Porträts von historischen Persönlichkeiten sind filigrane Intarsienarbeiten aus Holzfurnier. An einem Bild arbeitet er durchschnittlich einen Monat lang.

Sinn für Humor zeigte Gabi Rupcic. Unter ihren Näharbeiten bot sie Behältnisse für Taschentücher an, die mit „Für’s Näsle“, „Dascheduch“ oder „Tropfenfänger“ bestickt sind. „Für mich ist das Entspannung nach der Arbeit“, erklärte die Hobbynäherin.

Fleißig die Nadeln geschwungen hatten auch die Damen vom Strick-Café, die sich montags im evangelischen Gemeindehaus treffen. „Es ist ein Café-Strickkränzchen, so wie früher“, erklärte Monika Weger. „Wir stricken alles, was die Nadeln hergeben.“ Die Damen haben dafür gesorgt, dass sich die Besucher für den Winter mit warmen Socken, Schals, Mützen und mehr ausstatten konnten.