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29.02.2016

Hochschule Pforzheim unterstützt junges Unternehmen

Pforzheim. Der Begriff „grüne Wirtschaft“ weckt Sympathien. Unternehmen, die sich in diesem Feld gründen, benötigen allerdings mehr als einen guten Willen. Beim „Green Innovation and Investment Forum“ (GIFF) in Stuttgart-Plieningen hatten zwanzig junge Unternehmen im vergangenen Jahr die Chance, sich potenziellen Investoren vorzustellen.

Das Institut für „Industrial Ecology“ an der Hochschule Pforzheim lobte zwar zusammen mit der Umwelttechnik „BW“ und „bwcon“ keinen Geldpreis aus, doch unterstützt es mit dem „Scientific Support Award“ ein Start-Up-Unternehmen durch wirtschaftswissenschaftliches und technisches Know-how. Die Idee von „Pipe Hydro Energy“ erscheint simpel: Wasser- und Abwasserunternehmen gewährleisten unter extrem hohem Energieeinsatz die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Für eine gleichmäßige Verteilung unabhängig von der geografischen Lage ist hoher Druck notwendig, der an Knoten- und Verteilpunkten wieder abgebaut wird. „Gerade an diesen Punkten geht viel Energie verloren“, führten die Gründer des Projekts aus.

Die Hamburger entwickelten eine Turbine in kompakter Bauweise, mit der sich diese Energie in den Rohren zurückgewinnen lässt. „Uns hat das Konzept von Mulundu Sichone und Felix Müller überzeugt“, erklärte Professor Claus Lang-Koetz von der Hochschule Pforzheim, der den Hamburgern den Förderpreis „Scientific Support Award“ überreichte. „Gerade Unternehmen im Umfeld von Ressourceneffizienz und Umwelt brauchen Unterstützung“, so Lang-Koetz. Der Professor für „Nachhaltiges Technologie- und Innovationsmanagement“ an der Hochschule und Mitglied des Instituts für „Industrial Ecology“ wird die jungen Betriebsinhaber in Zukunft öfter sprechen.

Bestandteil des neuen Förderpreises sind Beratungen und ein Projekt in Kooperation mit dem Masterstudiengang „Life Cycle & Sustainability“. „Die Zusammenarbeit wird sich im Grenzbereich zwischen betriebswirtschaftlichen, technischen und umweltbezogenen Fragestellungen bewegen“, sagte Lang-Koetz, der in diesen Bereichen bei Start-Ups einen großen Beratungsbedarf vermutet. „Die gute Geschäftsidee muss bei einem breiten Kreis von Investoren, aber auch Kunden auf fruchtbaren Boden fallen. Mit unserem Förderpreis wollen wir das unterstützen.“