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Sänger und Komponist Samuel Harfst (links) mit Namensvetter Samuel Koch und Constanze von Lettow-Vorbeck, die sich an diesem Abend bereiterklärt hat, Koch beim Lesen zu assistieren. Foto: Läuter
Sänger und Komponist Samuel Harfst (links) mit Namensvetter Samuel Koch und Constanze von Lettow-Vorbeck, die sich an diesem Abend bereiterklärt hat, Koch beim Lesen zu assistieren. Foto: Läuter
01.02.2016

Hoffnung trotz Schicksalsschlag: Samuel Koch in Huchenfeld

„Ausverkauft“ war am Eingang der Hochfeldhalle in Huchenfeld auf einem Plakat zu lesen. Auch fünf Jahre nach dem tragischen Unfall in der ZDF-Sendung „Wetten, dass...?“ zieht der dadurch gelähmte Samuel Koch noch immer die Massen an.

Und er versteht es, Menschen zu inspirieren, zu erheitern und Zuversicht mit vollen Händen zu verschenken. So geschehen auch am Sonntag, als der Tetraplegiker mit seinem Freund und Namensvetter Samuel Harfst eine Konzertlesung vor mehr als 500 Zuschauern gab.

Harfst und seine Band, in der auch dessen Bruder David mitwirkt, präsentierten Lieder aus dem neuen Album „Chronik einer Liebe“ und brachten dabei das Publikum bei einem der ersten Lieder mit dem Titel „Privileg zu sein“ zum Mitsingen. Unterbrochen wurden die musikalischen Darbietungen immer wieder mit lockeren Gesprächen zwischen Harfst und Koch, die sich auf zwei großen Ohrensesseln auf der Bühne zusammensetzten und über ihre beiden Leben, ihre Familien und ihre Freundschaft plauderten. Und natürlich von den Kapiteln, die Koch sowohl aus seinem ersten Buch „Zwei Leben“ als auch aus seinem neuesten Werk „Rolle vorwärts – das Leben geht weiter, als man denkt“ vorlas.

Dabei bewies Koch immer wieder einen im besten Sinne trockenen Humor und bedankte sich zunächst einmal beim Publikum, dass trotz des Finales der Handball EM überhaupt so viele gekommen waren. Aber natürlich ließ er auch jene Themen nicht außen vor, die wohl viele brennend interessieren: Wie macht man weiter nach so einem Schicksalsschlag? Wie kann man nach all dem die Hoffnung dennoch nicht verlieren? Auch Koch hat da keine allgemeingültigen Patentrezepte parat. Dankbarkeitslisten aber erinnerten ihn beispielsweise daran, wie viel Gutes er im Leben erfahre. Sei es die Mikrowelle, die in null Komma nichts ein Kirschkernkissen für seinen Nacken erhitze, oder Freunde und Familie, die er um sich habe.

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