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Anfeuern und Draufhauen: Marina, Merly, Isabell und Kristin geben unter den wachsamen Augen von Nicole Wetzel und Thomas Müller vom Lions Club (von links) beim Nagelwettklopfen alles.  Ketterl
Anfeuern und Draufhauen: Marina, Merly, Isabell und Kristin geben unter den wachsamen Augen von Nicole Wetzel und Thomas Müller vom Lions Club (von links) beim Nagelwettklopfen alles. Ketterl
Die Arbeit von Matthias Zeh (rechts) und Thomas Bohner haben Gerald Rosenkranz und Thomas Paulus vom Lions Club und (von links) im Blick.
Die Arbeit von Matthias Zeh (rechts) und Thomas Bohner haben Gerald Rosenkranz und Thomas Paulus vom Lions Club und (von links) im Blick.
Lions-Club-Präsidentin Denise Niethammer (links) überreicht mit Thomas Müller (zweiter von rechts) die Spendenschecks: Über je 2206 Euro freuen sich Vertreter der Familienherberge Lebensweg, Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger der PZ für „Menschen in Not, sowie die Leiterin des Familienzentrums Nord, Petra Patotschka, und ein Vertreter von „Oben auf“ (von links).  Privat
Lions-Club-Präsidentin Denise Niethammer (links) überreicht mit Thomas Müller (zweiter von rechts) die Spendenschecks: Über je 2206 Euro freuen sich Vertreter der Familienherberge Lebensweg, Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger der PZ für „Menschen in Not, sowie die Leiterin des Familienzentrums Nord, Petra Patotschka, und ein Vertreter von „Oben auf“ (von links). Privat
22.11.2015

Holzblock statt Eisstock bei City on Ice

Was als kleines Drama begann, hat sich im Nachhinein als ein absoluter Glücksfall herausgestellt: Am Freitagabend hätte der erste „Johannes Reuchlin Cup“, ein Wettkampf im Eisstockschießen, des gleichnamigen Pforzheimer Lions Clubs auf der Eisbahn auf dem Marktplatz stattfinden sollen.

Doch die zu warmen Temperaturen haben den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kein Eis auf der Bahn – kein Wettkampf.

Doch die Lions um Präsidentin Denise Niethammer ließen sich nicht unterkriegen, schließlich sollten bei der Charity-Veranstaltung Spenden für gemeinnützige Organisationen und Projekte in Pforzheim und dem Enzkreis gesammelt werden. „Wir mussten uns am Freitagabend eine Indoor-Alternative überlegen“, sagt Niethammer. Als schließlich Videospiele, Golf und andere Ideen aufgrund des begrenzten Platzangebots ausgeschieden waren, blieb eines: Es wird um die Wette gehämmert. Nagel, Holzblock, Hammer, fertig. Nur eines der gemeldeten 32 Teams sei abgesprungen, berichtet Niethammer. Und Ersatz sei schnell gefunden gewesen. Und so waren es am Ende etwa 185 Teilnehmer, die unter lauten Anfeuerungsrufen und vollem Körpereinsatz in „Goldis Stadl“ um die Wette hämmerten. 27 Nägel in zwei Minuten zu versenken, sei dabei der Rekord gewesen. Gewonnen hat am Ende das Team „Stadtwerke I“ vor den „Hachelkünstlern“ und „Gindele III“. Sie erhielten neben Pokalen je Spieler einen Silberbarren von Doduco.

Es bleibt dabei

Der Gewinner des Abends war aber vielleicht sogar der „Johannes Reuchlin Cup“ selbst. Denn schnell zeigte sich: Der Stimmung hat die kurzfristige Änderung keinesfalls Abbruch getan. Und so kommt es, dass Niethammer plötzlich nicht mehr ganz so sehr davon überzeigt ist, ob dass Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin tatsächlich einen jährlichen Wettkampf im Eisstockschießen etablieren möchte. „Die Stimmung war toll, die Resonanz sehr gut, das schreit nach Wiederholung“, sagt Niethammer. „Zwischenzeitlich denke ich, es war fast eine glückliche Fügung – und vielleicht sogar die bessere Alternative. Ich denke, wir werden und vom Eisstockschießen verabschieden.“ Vielleicht könne man dies irgendwann als zweite Veranstaltung einführen. „Aber das Bauchgefühl sagt, wir sollten das Wettkampf-Nageln beibehalten“.