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Friederike Wieking 
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Das frühere Konzentrationslager Ravensbrück, dessen Außenlager Uckermark Friederike Wieking leitete.  Foto: Bachmann 

Homosexuell, weiblich, KZ-Chefin

Pforzheim. Sie war die höchstrangige Kriminalbeamtin in der Zeit des Nationalsozialismus, die einzige Leiterin eines Konzentrationslagers – und dennoch ist ihre Biografie bislang nicht geschrieben worden: Friederike Wieking. Das Leben der Referatsleiterin im Reichskriminalpolizeiamt greifbar zu machen, ist das erste Projekt des vergangene Woche gegründeten Vereins Geschichts-Werkstatt Curriculum Vitae.

„Ich komme aus der Grafschaft Bentheim und bin zufällig auf Wieking gestoßen“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Weidner. Gemeinsam mit sieben Mitstreitern will er die erste Biografie veröffentlichen. „Es sind Hobbyhistoriker wie ich, aber vor allem Geschichtsstudenten“, sagt der Logistiker und Wahlpforzheimer. „Unseren studentischen Mitgliedern stehen weltweit Archive offen“, sagt der 55-Jährige – und sie bringen von ihren Universitäten auch Unterstützung von Professorenseite mit, etwa durch Norbert Frei, der in Jena lehrt.

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