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28.04.2009

Hubschrauber über Pforzheim - Anwohner fürchten Überfall

PFORZHEIM. Als am Dienstagmorgen ein Polizeihubschrauber tief über der Südstadt kreiste, dachten viele Bewohner an einen Überfall oder eine Amoktat.

Dem war aber nicht so: Aus luftiger Höhe wurde die Verkehrssituation überprüft. Nachdem am Montag vergangener Woche die Jahnstraße im Zuge der Bauarbeiten für ein Regenüberlaufbecken am Turnplatz stadteinwärts gesperrt worden war, kommt es nicht nur im Berufsverkehr zu Staus. Vor allem die Bleichstraße rund um den Sedanplatz erweist sich als Nadelöhr. Die ausgewiesenen Umleitungsstrecken führen jedoch von der Calwer Straße über die Auerbrücke in die Innenstadt und über die Altstädter Brücke in die Nordstadt.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, gingen Erster Bürgermeister Roger Heidt, Polizei-Chef Burkhard Metzger, Wolfgang Raff als Leiter der städtischen Verkehrsabteilung und Roland Fränkle, der Verkehrsreferent der Polizeidirektion, am Dienstagmorgen in die Luft.

„Wir haben uns die belasteten Strecken zwischen 7.30 und 8.15 Uhr mehrfach und von allen Seiten betrachtet,“ sagte Heidt auf Anfrage der PZ. Und merkte an: „Die Umleitungen greifen. Es wurden ja bereits Verbesserungen an Ampelschaltungen vorgenommen. Jetzt wird noch ei n großes Hinwiesschild am Kupferhammer angebracht, damit Kraftfahrer aus dem Nagoldtal nicht den Weg über die Bleichstraße in die City suchen.“ Alles, so der Erste Bürgermeister sei jedenfalls „sehr überschaubar“ gewesen. Sicher, durch die Lage Pforzheims und dadurch, dass die Innenstadt nur über Brücken erreichbar sei, bestünden Engpässe. Aber, darauf verweist auch Polizeihauptkommissar Roland Fränkle, „auch ohne Baustellen kommt es im morgendlichen Berufsverkehr regelmäßig zu kleineren oder größeren Staus. Das hat sich beim Flug entlang der Heinrich-Wieland-Allee gezeigt.“

Veränderungen bei den Umleitungen erscheinen aus polizeilicher Sicht derzeit jedenfalls nicht erforderlich. Dem fügte Heidt, „dass es eben seine Zeit braucht, bis sich wegen solch einer Großbaustelle die Verkehrssituation wieder einigermaßen einspielt.“ Es sei jedenfalls schon viel, viel besser geworden.