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Auf diesem Foto aus einer Überwachungskamera in der Sparkasse Huchenfeld sieht man den Bankräuber, der mit einer hautfarbenen Latexmaske und mit einer schwarzen Pistole mehrere Hundert Euro erbeutete. © Polizei
28.03.2013

Huchenfelder Banküberfall: Festnahme bei Genua

Pforzheim/Genua. Bei einer Zufallskontrolle ist der italienischen Polizei in der Nähe von Genua ein 48-jähriger Pforzheimer ins Netz gegangen, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Er ist nach den Worten von Polizeisprecher Frank Otruba dringend verdächtig, am 29. Januar die Sparkassenfiliale in Huchenfeld überfallen zu haben.

Bildergalerie: Überfall auf Sparkasse in Huchenfeld

Ein maskierter Täter – von Angestellten als 30 bis 40 alt und etwa 1,70 Meter groß beschrieben – hatte um 9.38 Uhr die Zweigstelle betreten, eine Bankangestellte mit einer Pistole bedroht und ein paar Hundert Euro erbeutet. Er hatte einen olivfarbenen Parka mit Kapuze ohne Felleinsatz getragen und eine Latexmaske übers Gesicht gezogen. Eine Kamera hatte automatisch ein Bild im Eingangsbereich geschossen. Aber nicht nur die – auch andere Lokalitäten sind mit Überwachungskameras ausgestattet. Und dort war eben jener Mann – nur eben ohne Maske – aufgenommen worden. Schnell war der Polizei klar, um wen es sich handeln musste. Doch der Tatverdächtige hatte sich ebenso schnell nach Italien abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wird nun einen Auslieferungsantrag stellen. Bis der Mann nach Deutschland überstellt wird, kann dauern, da die Auslieferungsanträge den behördlichen Weg über die zuständigen Ministerien gehen müssen.

Noch ist unklar, wann Pforzheimer Kripo-Beamte nach Genua fliegen, wo der 48-Jährige in Untersuchungshaft sitzt, um den Mann zu vernehmen. Für den Fall, dass er die Tat gesteht, würde die Polizei brennend interessieren, wohin der Mann in der Kürze der Zeit nach dem Verlassen der Bank und den nur wenige Minuten nach der Tat eintreffenden Streifenwagen untergeschlüpft ist.

Rund 100 Beamte in Zivil und Uniform waren im Einsatz gewesen, dazu ein angeforderter Polizeihubschrauber. An neuralgischen Stellen hatten sich Streifenwagen positioniert. Der Bankräuber war wie vom Erdboden verschluckt. Für den Fall einer Verurteilung muss er mit einer Haftstrafe von fünf bis 15 Jahren rechnen.