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In der Huchenfelder Fieberambulanz war in der ersten Woche nur wenig los. 

Huchenfelder Fieberambulanz zieht nach Eröffnungswoche ernüchternde Bilanz

Pforzheim. Die Bilanz der ersten Öffnungswoche in der Huchenfelder Fieberambulanz fällt ernüchternd aus: „Nur wenige Patientinnen und Patienten haben den Weg zu uns gefunden“, berichtet Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Pandemie-Beauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und eine der Ärztinnen, die die Ambulanz in der Hochfeldhalle betreiben. „Da ist noch viel Luft nach oben.“

Wer einen Atemwegsinfekt mit Symptomen wie Fieber, Husten oder erschwerter Atmung hat, kann direkt einen Termin vereinbaren. „Wir untersuchen die Patienten, klären die Symptome und können im Einzelfall auch einen Test durchführen“, erläutert Buhlinger-Göpfarth.

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Mit viel Engagement hat das Fachteam um die Huchenfelder Ärztin, unterstützt von der Stadt Pforzheim, die Fieberambulanz wieder geöffnet. Bereits im Frühjahr hatte sie als erste Anlaufstation für Erkrankte gedient. Buhlinger-Göpfarth hält dies in der aktuellen Situation erneut für einen wichtigen Baustein im System derr ambulanten Versorgung. Und nicht nur sie: „85 Prozent der an Covid-19 Erkrankten werden vom ambulanten System versorgt – dafür sind wir sehr dankbar“, hatten Chefärzte der drei großen Krankenhäuser erst kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz geäußert.

 Notfall-Ambulanzen der Krankenhäuser sollen möglichst nicht aufgesucht werden

Denn nach wie vor gilt der Satz von Dr. Brigitte Joggerst, der Leiterin des Gesundheitsamtes: „Die Notfall-Ambulanzen in den Krankenhäusern sollten möglichst nicht aufgesucht werden.“ Gerade in der aktuell angespannten Sitiation in den Kliniken sei dies extrem wichtig, ergänzt Erster Landesbamter Wolfgang Herz, Leiter des Verwaltungsstabes im Landratsamt: Ende letzter Woche hätten die Kliniken berichtet, dass sie in den Intensivstationen am Limit wären.

„Aktuell werden in den Krankenhäusern in Pforzheim und im Enzkreis 77 Menschen mit Corona-Infektionen behandelt“, berichtet Herz – das seien mehr als während der ersten Welle im April. Neun der Patienten würden beatmet – auch das eine für den Landrats-Stellvertreter beunruhigende Nachricht.

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Anders als im Frühjahr können Patienten in der Huchenfelder Fieberambulanz direkt einen Termin unter (07231) 39 1558 vereinbaren. Die Sprechzeiten sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 16 bis 19 Uhr, Mittwochnachmittag von 15 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr. Zu den übrigen Zeiten stehen in Pforzheim und im Enzkreis 24 Coronaschwerpunktpraxen zur Verfügung; eine Übersicht mit Kontaktdaten findet sich auf der Seite der KV unter www.kvbawue.de/index.php?id=1102 .