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Ortsvorsteher Günter Raible vor der Wiedereröffnung des Bads. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Ortsvorsteher Günter Raible vor der Wiedereröffnung des Bads. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
07.07.2017

Huchenfelder müssen über den Sommer ohne Stadtteilbad auskommen

Pforzheim-Huchenfeld. Wegen Überprüfungsarbeiten bleibt das Huchenfelder Stadtteilbad in den Sommerferien geschlossen. Die Arbeiten finden statt, damit das Bad über 2018 hinaus, möglichst bis zur Fertigstellung eines Neubaus, betrieben werden kann. Der Huchenfelder Ortschaftsrat nahm außerdem einstimmig zur Kenntnis, dass die Stadt die baulichen und bauplanungsrechtlichen Vorprüfungen für den möglichen Neubau fortführt.

Bernd Mellenthin, Leiter des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), erläuterte dem Gremium die Situation. Dabei machte er einerseits auf den Zustand der Pforzheimer Bäder und andererseits auf das Haushaltskonsolidierungskonzept der Stadt aufmerksam. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinderats besagt, dass der EPVB ab 2020 keine Zuschüsse mehr aus dem städtischen Haushalt erhalten dürfe. Nach jüngsten Gesprächen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe seien auch keine Abweichungen bei den haushaltsrechtlichen Auflagen möglich. „Das ist erstmal eine harte Nuss“, sagte Mellenthin. In Huchenfeld habe man das Dilemma, dass ein Neubau wirtschaftlicher sei als eine Sanierung. „Wir können jetzt keinen Bau beschließen“, merkte er an.

Er empfahl, alle Vorarbeiten zur Planung vorzunehmen, bis die finanzielle Sache geklärt und durchdiskutiert sei. „Die Frage ist, wie es unter dieser finanziellen Lage weitergeht“, merkte Ortsvorsteher Gunter Raible an. „Tun wir nichts, dann ruht das Ganze.“ Der Verwaltungsvorschlag, die Vorarbeiten für die Planung weiterzuführen, befanden die Gremiumsmitglieder einhellig als gute Lösung. „Es ist nicht schön, was hier abläuft, aber es ist der einzige Weg, den wir gehen können“, stellte Ortschaftsrat Bernd Heintz (FW) fest. Im Herbst wird es um die Strategie im Bereich Bäder gehen.