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Der türkische Staatspräsident Erdogan lässt sich von Uwe Hück (links) und Firat Arslan in die Mitte nehmen.
Der türkische Staatspräsident Erdogan lässt sich von Uwe Hück (links) und Firat Arslan in die Mitte nehmen.
13.11.2017

Hück trifft Erdogan auf Pressekonferenz

Wenn Uwe Hück (55), schlagkräftiger und wortmächtiger Porsche-Betriebsrats-Chef, Vorsitzender des FSV Buckenberg, Thaibox-Trainer sowie Initiator und Namensgeber der Lern- und Sportstiftung, in den Box-Ring steigt, dann tun er und sein Gegner bei Charity-Kämpfen dies in erster Linie, um benachteiligten Jugendlichen zu helfen. Sei es gegen Luan Krasniqi, den „Löwen von Rottweil“, oder Francois Botha, den „weißen Büffel“ aus Südafrika.

Anfang März 2018 kommt – ebenso wie beim Rückkampf im Juni – noch ein weiterer Aspekt dazu: Zunächst in Fellbach, dann in Istanbul wird es zusätzlich einen zwischenmenschlichen wie politischen Aspekt geben: Hück wird gegen Firat Arslan (46), den deutsch-türkischen amtierenden Box-Europameister, kämpfen. „Wir müssen weiter an der deutsch-türkischen Freundschaft arbeiten“, sagt Arslan, „wir wollen zeigen, dass wir nicht nur gute Nachbarn, sondern auch gute Freunde sind.“ „Man muss miteinander reden und nicht übereinander“, so Hück am vergangenen Samstag in Istanbul, „im Ring muss man miteinander kämpfen – außerhalb nicht.“ Die Türkei sei ein Nachbar in Europa – „und Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, man muss mit ihnen auskommen.“ Der türkische Staatspräsident Recep Erdogan ließ sich am Samstag bei einer Pressekonferenz von den beiden Kämpfern in die Mitte nehmen und hörte es gerne. Beide Boxer hatten Mitte Oktober die Fäuste gekreuzt – in Gifhorn bei Wolfsburg, wo Eduard Gutknecht (35) lebt und schwerstverletzt umsorgt wird: Der aus Kasachstan stammende Boxer war im November 2016 bei einem Kampf gegen George Groves am Kopf getroffen worden und ist seither ein Pflegefall. Die lange Nacht der Boxkämpfe in der Gifhorner Sporthalle stand unter dem Motto „Fighting for hope“. ol