nach oben
Keine Angst vor großen Spinnen. Foto: Seibel
Keine Angst vor großen Spinnen. Foto: Seibel
05.02.2017

„Hui“ statt „Igitt“: Spinnenschau fasziniert Besucher im CCP

„Freiwillige vor“, ruft Danny Pfisterer (Feuchtwangen) in den gut besuchten Kleinen Saal des CCP. Sein Angebot verhallt nicht ungehört – es ist die logische Konsequenz des ohnehin offenkundigen Interesses an Spinnen und Insekten. Seit drei Jahren, sagt Pfisterer, toure er mit Erfolg durch Deutschlands kleine und große Hallen – nun also eine leibhaftige Vogelspinne. Nicht hinter Glas in einem der vielen Terrarien, sondern „live“ auf der Hand. Wer hier die Hand hebt, ist frei von Phobie.

Sieben Jahre alt ist das Weibchen – 25 kann es werden –, größer, gleichwohl weniger aggressiv als ihr männliches Pendant, pelzig, vielbeinig, für ihre Fressfeinde tödlich. „Aber hier ist noch nie etwas passiert“, sagt der Macher von „Tarantula“. Für den PZ-Fotografen macht er eine Ausnahme – natürlich ohne Blitz –, denn eigentlich sei das Fotografieren aus tierärztlicher Sicht dem Wohlbefinden seiner Schützlinge abträglich.

Farbenpracht der Fauna

Erinnerungen an die eigene Kindheit kommen hoch, wenn sich die Kinder, kaum zu halten von ihren Eltern, ehrfurchtsvoll fast ihre Nasen platt drücken an den Terrarien-Glasscheiben oder die Erwachsenen sich über die Schaukästen mit den Schmetterlingen beugen, fasziniert von der Farbenpracht der Fauna.

Andere sehen sich zur Ergänzung eine Dokumentation auf dem Flachbildschirm an, studieren eifrig die Informationstafeln, erfahren Wissenswertes über diverse Spinnenarten, Käfer, Skorpione, Tausendfüßler, Gottesanbeterinnen, „Wandelnde Blätter“, Monsterkrabben oder Gespensterheuschrecken – Tiere, die die Erde zum Teil seit Hunderten von Millionen Jahren bevölkern, gegen die das Menschendasein nur ein Wimpernschlag in der Geschichte der Evolution ist.