nach oben
28.09.2008

Husch, husch ins Körbchen - Besucher von German Cup begeistert

PFORZHEIM. Heißluftballone verzaubern den Himmel und das nächtliche Ballonglühen wirkt wie ein Besuchermagnet. Auch wenn einige Starts abgesagt wurden, lockte die dreitägige Veranstaltung Zehntausende Besucher an.

Für die Zuschauer ist es immer wieder beeindruckend, wenn mit Einbruch der Dunkelheit einige der Heißluftballone noch einmal aufgerüstet und mittels Brennerstößen zum Leuchten gebracht werden. Durch die bunten Ballonhüllen entsteht ein Farbenspiel mit spektakulären Lichteffekten, die jeden Dia- und Filmabend zu einem Höhepunkt werden lassen. Das weithin sichtbare Ballonleuchten - stimmungsvoll mit Musik unterlegt – ist ein Erlebnis der besonderen Art.

Unter den rund 50 Teams hat Jan Gloß (41) aus Kieselbronn, Pilot des Heißluftballons der Sparkasse Pforzheim Calw, den lokalen Part dieser Veranstaltung vertreten. Sein Motto „Husch, husch ins Körbchen“, das auch auf seinem Begleitfahrzeug steht, nimmt der Pilot mit dem Ballonfahrer-Namen „Prinz von der Grenzsägmühle“ wörtlich. „Schnell starten, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt.“

Und das ist nach dem abgesagten Freitagswettbewerb erstmals am Samstagmorgen bei der von der PZ präsentierten Startperiode möglich. Zusammen mit seiner Frau Andrea, der „Prinzessin von Kieselbronn“, gerät er ins Schwärmen über diese Fahrt. „Wir waren eine Stunde und 15 Minuten in der Luft und genossen die hervorragende Sicht über die Goldstadt“, sagt der Mann, der seit dem Jahr 2000 den 4250 Kubikmeter großen Sparkassenballon fährt, was einem Fassungsvermögen von 4,25 Millionen Litern entspricht.  Die Sparkasse sponsert diesen Ballon, und wenn es Fahrten in der Region Pforzheim/Calw zu gewinnen gibt, ist er der gebuchte Pilot.

Fleißige Engel des WSP

Unter der Organisationsleitung von City Manager Rüdiger Fricke und seines fleißigen WSP Citymarketing-Teams mit den unermüdlichen Helferinnen Annette Zarda und Waltraud Knöller, die jede Stress-Situation vom ständig klingelnden Handy bis zum Austausch von defekten Stühlen im Briefing-Zentrum in der Konrad-Adenauer-Realschule meistern, findet ein GermanCup der Superlative mit einem Mammut-Programm statt.

Da gibt es Windenstarts von Paraglidern der Gleitschirmschule Karlsruhe zur Freude der Zuschauer selbst zu einem Zeitpunkt, als es für einen Heißluftballon-Start zu windig ist. Auch Ultraleicht-Flugzeuge und Motorgleitschirme sowie eine Ballon-Hüllenbegehung für das Publikum setzen weitere Programm-Glanzlichter für diese familienfreundliche dreitägige Veranstaltung.

Hinzu kommt noch die rege genutzte Pintausch-Börse mit den Ballon-Ansteckern der Vorgänger-Veranstaltungen oder ein intuitives Bogenschießen. Die Bogenschützen des Blankenbogen Zentrums vom SV Eisingen zeigen die Faszination ihres Erlebnissports mit Vorführungen und einer Bogenschieß-Möglichkeit für das Publikum. Mit einer Hüpfburg und einem Luftballonwettbewerb der Sparkasse Pforzheim Calw gibt es auch für Kinder tolle Attraktionen. Die Einnahmen gehen zugunsten der „Arbeitsgemeinschaft Sozialsponsoring“. Auch das Aufrüsten von Heißluftballon-Sonderformen und die Taufe eines Modellballons ziehen die Besucher immer wieder in den Bann, selbst wenn es am Himmel gerade nichts zu sehen gibt.

„Ahs“ und „Ohs“ vor der Ballonkulisse

Steigen sie aber auf, die mutigen Luftikusse in ihren prächtigen Ballonen, sind die „Ahs“ und „Ohs“ der Besucher, die zum Himmel blicken, aus der Menschenmenge deutlich herauszuhören. Staunen macht sich breit, denn es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man einen Ballon nur aus weiter Ferne oder aus unmittelbarer Nähe sieht. Auch das Heißluft-Luftschiff der „EnBW“, das seine Runden über dem Startgelände dreht, erweckt bei den Zuschauern immer wieder die Sehnsucht, der Schwerkraft zu entfliehen.

Farbenprächtige Trophäe

Viele der Besucher hätten gern selbst an den Wettbewerben um den großen Preis der Sparkasse Pforzheim Calw teilgenommen, um die farbenprächtige Trophäe des Pforzheimer Künstlers Reinhold Krause zu erhalten, die zu entschweben scheint.