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Stadtmissionar Uli Limpf (links) und Frank Kalenda, Leiter soziale Dienste, freuen sich auf möglichst viele Päckchen, die in der Box abgelegt werden.  Foto: Privat 

Hygienepäckchen für die Ärmsten der Armen: Auf Anregung der PZ-Aktion „Menschen in Not“ kommt Hilfe direkt an

Pforzheim. Sie kommen, wenn alles gut läuft, gerade so über den Monat: Menschen ohne festen Wohnsitz, die im Wichernhaus der Stadtmission eine Bleibe gefunden haben. Oder junge Männer und Frauen, die im  Übergangswohnheim von Plan B  leben. Oder arme Menschen, die seit Jahren im Eutinger Tal zu Hause sind. Seit Corona ist alles anders. Noch schwieriger. Noch bedrückender.

Für Viele sind Hygienepakete nicht nur im Blick auf die knappen Finanzen eine Hilfe. „Ein großer Teil von den Betroffenen hat gesundheitliche Vorerkrankungen“ erklärt Stadtmissionar Uli Limpf. „Sie sollen so wenig wie möglich das Haus verlassen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.“ Und so fand er die Idee, mit der PZ-Aktion „Menschen in Not“, Hygienepakete für eben diese Menschen zu schnüren und diesen direkt zukommen zu lassen, spitze. Nicht nur er, sondern noch mehr Träger der sozialen Arbeit in Pforzheim, auch die Verantwortlichen des Bezirksvereins für soziale Rechtspflege und Plan B, eine Einrichtung für Jugend- Sucht- und Lebenshilfe, sind an Bord. Rüdiger Staib, Leiter des Sozialamts Pforzheim und Mitglied im Projektbeirat von „Mensch in Not“, ist froh, dass es die Aktion gibt: „Wir haben gute Erfahrungen mit Verteilaktionen. Diese Päckchen kommen gezielt bei den Bedürftigen an.“

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Auch Alison Bussey, Geschäftsführerin der SjR Betriebs gGmbH, steht hinter der Sache: „Wichtig ist mir dabei natürlich, dass die Hilfe auch bei jungen Menschen ankommt. Hier gezielt im Übergangswohnheim.“

Die Hygienepakete können ab, Samstag 4. April, in einer Box vor dem Wichernhaus, Westliche-Karl-Friedrich-Strasse 120, abgegeben werden. „Von dort werden sie weiterverteilt“, erklärt Limpf. „Derzeit möchten wir das Haus für Fremde nicht öffnen. Deshalb der Weg über die Box, die an einer gut einsichtigen Stelle vor dem Haus steht“, so der Stadtmissionar weiter. „Da sind sie vor Diebstählen geschützt.“

Für „Menschen in Not“ ist diese Form der Hilfe selbstverständlich. „Wir pflegen mit den Trägern seit Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Susanne Knöller, Vorsitzende der PZ-Aktion. Der Verein unterstützt die verschiedenen Organisationen regelmäßig: Sei es mit Lebensmittel-Gutscheinen oder Beihilfe bei besonderen Ausgaben. Gerade erst wurde das Wichernhaus bei der notwendigen Modernisierung der Zimmer unterstützt.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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