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IG-Metall-Chef Martin Kunzmann attackiert Rülke und Krichbaum beim Thema Kirchenasyl in Pforzheim-Büchenbronn.
IG-Metall-Chef Martin Kunzmann attackiert Rülke und Krichbaum beim Thema Kirchenasyl in Pforzheim-Büchenbronn.
20.11.2015

IG-Metall-Chef Kunzmann attackiert Rülke und Krichbaum beim Thema Kirchenasyl

Pforzheim. „Wir sind erschüttert über die Polemik, mit der die Herren Rülke und Krichbaum in ihrer Pressemitteilung zum Kirchenasyl Kritik an der evangelischen Kirche und vor allem an Dekanin Christiane Quincke üben“, sagt Martin Kunzmann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Pforzheim. Es gehe „offensichtlich um eine persönliche Fehde, nicht um die Sache“. Anders lasse sich nicht erklären, dass der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag Rülke und der CDU-Bundestagsabgeordnete Krichbaum „so schlecht recherchiert“ hätten.

Die evangelische Kirchengemeinde Büchenbronn gewährt einem 22-jährigen Yeziden, dem die Rückführung nach Bulgarien droht, Kirchenasyl – mit ausdrücklicher Billigung und Rückendung von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.. Die Notlage der Flüchtlinge als „Mittel für politische Macht- und Ränkespiele zu nutzen“, so Kunzmann, sei „mehr als geschmacklos“. Gerade in der jetzigen Zeit sei es wichtig, sprachliche Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, „statt sie durch eine geschmacklose Wortwahl noch weiter anzufeuern“. Krichbaum hatte Quinckes Rücktritt gefordert.

„Offensichtlich wollen die Herren am rechten Rand punkten“, sagt Kunzmann. Mit ihrer Kritik beschädigten sie eine Institution wie die Kirche und ein verbrieftes Recht wie das Kirchenasyl. Angesichts dieser „Taktlosigkeit“ stelle sich die Frage nach dem demokratischen Verständnis der vom Volk gewählten Politiker.

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