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Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Erster Bürgermeister Dirk Büscher, die Parlamentarier Gunther Krichbaum (CDU), Katja Mast (SPD, vorne von links), Hans-Ulrich Rülke (FDP), Kreishandwerksmeister Rolf Nagel und Landrat Karl Röckinger – sie alle unterstrichen durch ihr Kommen die Bedeutung der „Immo 2017“. KETTERL
24.09.2017

IMMO 2017 im CCP: Wohnraum in der Region heiß begehrt

Das Angebot an bebaubaren Grundstücken und bezugsfertigen Häusern in Pforzheim und dem Enzkreis ist knapp und begehrt. Das war wohl auch der Grund, warum auch in diesem Jahr wieder über 2500 Besucher am Wochenende ins Pforzheimer CongressCentrum drängten.

Zum wachsenden Bedarf junger Familien aus der Region kommt die steigende Nachfrage nach Wohnraum aus den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe. Gerade mit dieser Sandwichlage zwischen den benachbarten Wirtschaftsräumen könne die Goldstadt punkten, sagte PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer am vergangenen Samstag bei der Eröffnung der 18. Pforzheimer Immobilienmesse – die IMMO 2017.

Bildergalerie: IMMO 2017 - die Aussteller

Bildergalerie: IMMO 2017 - die Eröffnung

IMMO 2017: Großes Interesse an der Immobilien-Messe im CCP

Das Medienhaus sieht in der Veranstaltung eine wichtige Aufgabe. Die Zinsen seien auf einem Rekordtief und angesichts steigender Baupreise gebe es keinen Grund, mit dem Start in die eigenen vier Wände länger zu warten. Die Goldstadt sei ein idealer Wohn, Arbeits- und Lebensraum, so Esslinger-Kiefer.

Diese Ausgangslage zu stärken, müsse auch Ziel der Kommunal- und Regionalpolitik sein, betonte Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Stadt und Umlandgemeinden müssten sich auf diesen Boom einstellen. Als Beispiel nannte er das Quartier „Tiergarten“ beim Haidach, das auf dem ehemaligen Areal der Buckenberg-Kaserne entstand. Es müsste aber für alle Bevölkerungsgruppen passender Wohnraum entstehen, etwa bezahlbare Mietwohnungen, wie sie von den Baugenossenschaften geplant würden. „Volljährig“ sei sie geworden, die von der „Pforzheimer Zeitung“ veranstaltete Immobilienmesse. Und fest im Veranstaltungskalender der Goldstadt verankert – „ein Stück Wirtschaftsförderung“ eben. „Wir hätten noch 30 Wohnobjekte mehr verkaufen können, doch wir haben die Grundstücke einfach nicht“, gestand einer der rund 40 Aussteller auf der IMMO 2017. Vor allem stadtnahe Grundstücke seien Mangelware. Wenn Wohnhäuser und Eigentumswohnungen auf den Markt kommen, sind die Eigentümer meist sogenannte „Veränderer“. Sie suchen altersbedingt eine barrierefreie Wohnung, haben beruflich einen neuen Wirkungskreis in einer anderen Stadt gefunden oder es kündigt sich Nachwuchs an und sie wollen neu bauen.

Wer sich auf der IMMO umschaute, traf tatsächlich auf eine gute Auswahl an Immobilien. Vor allem im Enzkreis und im Landkreis Calw sind noch einige attraktive Anwesen und Neubauobjekte zu haben. Auch in der Goldstadt tut sich was, was die rege Bautätigkeit zeigt (die PZ berichtete).

Während sich Immobilien-Makler, Handwerker und Baufinanzierer über das rege Interesse aus der Bevölkerung freuten, informierten Experten im Kleinen Saal des CongressCentrums die Besucher über wichtige Fragen der baulichen Ertüchtigung einer Immobilie. Energie-Effizienz, Einbruchschutz und barrierefreier Zugang standen dabei im Mittelpunkt.

Durch die staatlichen Vorgaben wird das Bauen selbst immer teurer. Energetische und sicherheitstechnische Auflagen treiben die Preise. Auch für Grundstücke und Eigentumswohnungen müssen Käufer tiefer in die Tasche greifen. Noch gebe es aber keine „Immobilienblase“, beruhigen regionale Experten.

Interessante Begegnungen gab es beim Eröffnungsrundgang mit prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft. Da traf Hochschul-Professor Dieter Pflaum auf einen ehemaligen Studenten. Markus Bitterwolf hat auf das Marketing-Studium in der Goldstadt noch den Immobilienfachwirt draufgesattelt und ist mittlerweile als Freiberufler im Bereich Solar-Häuser tätig – auf der IMMO 2017 für den Mannheimer Energieversorger MVV. Mit Professor Pflaum hatte Bitterwolf vor Jahren ein Marketingprojekt für „Radio Vatikan“ in Rom konzipiert.