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Eisbrecher: Auf der Open Stage versuchen sich Musiker und Zuhörer in gemeinsamem Sprechgesang.  Foto: Meyer 
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Auftakt: Das Südwestdeutsche Kammerorchester unter Leitung von Timo Handschuh eröffnet den „Goldenen Tag der Musik“ im Kupferdächle.  Foto: Meyer 
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Christine Böke, Elena Gomez Garcia und Colin Stieben (von links) am Klavier.  Foto: Meyer 

Im Kupferdächle spielt die Musik: 350 Musikschaffende auf 6 Bühnen

Pforzheim. Verschiedene Chöre, Bands und Ensembles präsentieren sich beim „Goldenen Tag der Musik“ und gehen dabei aufs Jubiläumsfestival ein. Auf sechs verschiedenen Bühnen zeigten 350 Musikschaffende aus der Laien- und Amateurszene ein vielfältiges Programm.

„Das ist gut für mich, das ist so gut für mich“, sagen die Männer und Frauen im Chor, gehen zwei Schritte nach vorne und klatschen dabei. Während sich Junge und Ältere im Erdgeschoss für die offene Bühne warmlaufen, wippen einen Stock höher die Zuschauer mit den Füßen, klatschen im Takt und lauschen verzückt den Klängen der „Penthouse Jazzband“.

In einem Zimmer weiter lassen Colin Stieben, Elena Gomez Garcia und Christine Böke von der Jugendmusikschule gemeinsam ihre Hände über die Klaviertasten gleiten. Im sehr gut besuchten Kupferdächle präsentierten gestern Musikgruppen, Bands, Chöre und verschiedene Ensembles beim „Goldenen Tag der Musik“ ihr Können. Auf sechs verschiedenen Bühnen zeigten 350 Musikschaffende aus der Laien- und Amateurszene ein vielfältiges Programm.

„Musik kann die ganze Bandbreite des Menschen ausdrücken, Jubel, Freude, Trauer“, sagte Oberbürgermeister Gert Hager bei der Eröffnung, bei der das Südwestdeutsche Kammerorchester unter Leitung von Timo Handschuh verschiedene Stücke von Astor Piazolla spielte. Musik zu machen sei eine schöne Sache, und dies in der Gruppe zu machen sei noch schöner, erklärte Hager.

Das verbindende Element betonte auch Andreas Michel, Leiter der Jugendmusikschule und Sektionssprecher Musik des Kulturrats. „Musik gehört als gesellschaftliche Klammer unbedingt zu Pforzheim, denn sie steht für ein gelebtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur“, sagte Michel. Sie schaffe Freiräume, wo Menschen mit Worten nicht weiterkommen und helfe dabei, zu integrieren.

Mitmachen ist gefragt

Eingebettet in „250 Jahre Goldstadt Pforzheim“ gingen die Mitglieder der Sektion Musik gestern auf vielfältige Weise auf die Themen des Jubiläumsfestivals ein. So lud beispielsweise der Kinderchor Konzertissimo der ChorAkademie mit seinem Musical „Ausgetickt – die Stunde der Uhren“ zum Mitmachen ein, und der Folkclub Prisma ging mit „Bauer, Rassler, Goldschmied“ auf eine musikalisch-literarische Spurensuche. Zudem präsentierte unter anderem der Verein für klassisch-türkische Musik Zupfmusik, und es gab Klavierimprovisationen, Gitarre unplugged und Bläserklänge zu hören.

Auf einer Open Stage konnten neue Musiker vor großem Publikum auf sich aufmerksam machen und die Kinder durften sich bei Ulli Baral von „Los Trommlos“ in einem Perkussion-Workshop versuchen.