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Sie verbindet das Bestreben, die verschiedenen Religionen in der Woche der Brüderlichkeit zusammenzubringen.  Foto: Meyer 

Im offenen Dialog mit den Religionen: Zwölf Veranstaltungen bei der Woche der Brüderlichkeit vom 8. bis 15. März

Vom Film über eine Mischehe über den Vortrag eines Ex-Rappers bis hin zur Busrundfahrt zu jüdischen Stätten in Pforzheim: Die Woche der Brüderlichkeit will bewirken, dass Bürger bei zwölf Veranstaltungen ins Gespräch über unterschiedliche Religionen kommen. „Tu deinen Mund auf für die Anderen“ heißt das Motto von Sonntag, 8., bis Sonntag, 15. März.

Bürgermeister Peter Boch betonte beim Pressegespräch, dass „wir uns nicht auseinanderdividieren lassen dürfen“ angesichts von Rassismus und Antisemitismus. Er eröffnet die Woche der Brüderlichkeit am Sonntag, 8. März, um 18 Uhr im Reuchlinhaus. Es folgen Beiträge aller beteiligten Religionsgemeinschaften. Im Foyer wird Fotograf Sebastian Seibel eine Auswahl von Por-träts zeigen, die in der Serie „Ich glaube“ in der PZ erschienen. Unter der Federführung des Kulturamts haben die christliche, die jüdische, die alevitische sowie die Ahmadiyya-Gemeinde das Programm zusammengestellt. Der Rapper Ben Salomo spricht am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr, im Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde zum Antisemitismus. Eine Podiumsdiskussion vom Rat der Religionen am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr im PZ-Forum steht unter dem Motto „Tacheles“.

Laut Pastoralreferent Tobias Gfell sollen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Glaubensansätze ausgelotet werden. Eine Busrundfahrt des Denkmalpflegers Christoph Timm führt am Donnerstag, ab 14.30 Uhr an verschiedene Stätten jüdischen Lebens wie etwa die Synagoge und die ehemalige Fabrik der Familie Posner an der Durlacher Straße. Die Kita Irenicus eröffnet am Freitag. Die Ahmadiyya Gemeinde öffnet ihre Türe am Samstag, 14. März, von 15 bis 17 Uhr an der Hirschäckerstraße 4. Einen Abschluss findet die Woche mit einer Weiterführung des beliebten Formats „Die Mischung machts“ am Sonntag, 15. März, um 19 Uhr im KoKi. Dort erzählt eine Dokumentation die Geschichte eines christlich-muslimischen Paars, das am Valentinstag geheiratet hat. Geschäftsführerin Christine Müh freut sich, die Reihe mit finanzieller Hilfe der Evangelischen Erwachsenenbildung fortführen zu können.

Das komplette Programm findet sich auf www.kultur.pforzheim.de

Martina Schaefer

Martina Schaefer

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