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An der Eisenbahnstraße errichtet die Stadtbau den zweiten Bauabschnitt (rechts) mit 48 Sozialwohnungen. Sie werden durch das Wohnraumförderprogramm des Landes bezuschusst. Davon profitieren Mieter mit Wohnberechtigungsschein. Im ersten Bauabschnitt (links) laufen jetzt Mietbindungen aus. Die Hälfte kann die Stadtbau durch Zuschüsse nachfördern und damit erhalten. Foto: Ketterl
An der Eisenbahnstraße errichtet die Stadtbau den zweiten Bauabschnitt (rechts) mit 48 Sozialwohnungen. Sie werden durch das Wohnraumförderprogramm des Landes bezuschusst. Davon profitieren Mieter mit Wohnberechtigungsschein. Im ersten Bauabschnitt (links) laufen jetzt Mietbindungen aus. Die Hälfte kann die Stadtbau durch Zuschüsse nachfördern und damit erhalten. Foto: Ketterl
21.11.2017

Immer weniger Sozialwohnungen: Pforzheim will kein Bauherr sein

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim profitiert vom Wohnraum-Fördertopf im überschaubaren Maß. Die Stadtbau bemüht sich um bezuschusste Mietwohnungen.

Die Landesregierung hat die Fördermittel für den Bau von neuen Sozialwohnungen in diesem Jahr deutlich aufgestockt – auf 250 Millionen Euro. Drei Jahre zuvor standen gerade mal 63 Millionen Euro zur Verfügung. Kommunen im Südwesten rufen diese Zuschüsse trotzdem unterschiedlich ab. Mannheim, das mit seiner hohen Arbeitslosigkeit und vielen Migranten in einer ähnlich prekären sozialen Lage wie Pforzheim steckt, hat im laufenden Jahr Mittel für 135 neue Sozialwohnungen beantragt, nur der Ortenaukreis ist mit 160 beantragten neuen Einheiten weiter vorn.

Eine Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der SPD im Landtag gibt einen Überblick über die 20 Antragssteller 2017 im Südwesten. Dort tauchen Pforzheim und der Enzkreis überraschenderweise nicht auf. Dabei habe sich ein privater Investor mit Hilfe der Stadt Pforzheim mit neun neuen Wohnmieteinheiten beworben, erklärt Sozialdezernentin Monika Müller. Die Stadt trete allerdings nicht selbst als Bauherr auf. „Im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus wäre eine entsprechende Eigenkapitalquote von 20 Prozent zu erbringen. Angesichts der Haushaltslage der Stadt hat diese im Haushalt keine dafür erforderlichen Mittel vorgesehen.“ Aus diesem Grund habe die Stadt auch bereits seit vielen Jahren davon Abstand genommen, eigene Förderprogramme zugunsten der sozialen Wohnraumförderung aufzulegen. Dabei hätte dies gerade Pforzheim aufgrund der schwierigen sozialen Situation nötig.

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