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Mit einem Kranz aus künstlichen Mohnblüten erinnern der Stadtjugendring und der Bürgerverein Dillweißenstein an den Offizier James Vinall, der unweit des alten Rathauses von SA und Hitlerjugend ermordet wurde. Foto: Meyer
Mit einem Kranz aus künstlichen Mohnblüten erinnern der Stadtjugendring und der Bürgerverein Dillweißenstein an den Offizier James Vinall, der unweit des alten Rathauses von SA und Hitlerjugend ermordet wurde. Foto: Meyer
13.06.2019

In Dillweißenstein erinnert ein Kranz jetzt wieder an das Opfer eines Lynchmords

Pforzheim. Erst prügelte ein Mob aus SA und Hitlerjugend – in Zivil gekleidet – James Vinall halbtot. Dann hob der 16-jährige Hitlerjunge B. die Pistole und erschoss den Kriegsgefangenen – je ein Schuss in Wange und Genick. So grausam endete am 18. März 1945 das Leben des damals 40 Jahre alten Fliegeroffiziers der Royal Air Force in Dillweißenstein

Vier seiner ebenfalls gefangenen Kameraden – sie waren aus ihrer angeschossenen und brennenden Maschine nahe Bühl abgesprungen und in einem Fußmarsch nach Pforzheim gebracht worden – wurden auf dem Huchenfelder Friedhof ermordet.

An das Schicksal Vinalls erinnert eine Bronzetafel, angebracht am alten Rathaus an der Hirsauer Straße 224 – und seit Donnerstag wieder ein Kranz aus künstlichen Mohnblumen (in englischsprachigen Ländern Symbol des Gedenkens an die Opfer und an die in beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten), den Jugendarbeit Stadtteile gemeinsam mit dem Bürgerverein sowie Kindern und Jugendlichen des Jugendraums aufgehängt haben. „Wir wollen dazu beitragen, dass dieser Teil unserer Stadtgeschichte nicht in Vergessenheit gerät“, so Axel Baumbusch, Leiter des Fachdiensts Jugendarbeit Stadtteile und Stadtrat der Grünen Liste.

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