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In Knittlingen entsteht ein neues Seniorenheim.
In Knittlingen entsteht ein neues Seniorenheim © Lutz
07.12.2011

In Knittlingen entsteht ein neues Seniorenheim

KNITTLINGEN. Der Knittlinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend grünes Licht für den Neubau eines Seniorenpflegeheims an der Ziegelhütte gegeben. Das Haus mit dem Namen „Hebron“ soll ab dem Spätjahr 2012 gebaut und im Frühjahr 2014 bezogen werden.

Träger der Einrichtung ist das Sozialwerk Bethesda aus Bauschlott, das bereits Seniorenheime in Bauschlott, Kieselbronn, Maulbronn und Ispringen betreibt.

Geplant wurden diese Häuser, genau wie das nun bald in Knittlingen entstehende, von den Architekten des Büros „Wohn-art“ aus Bauschlott. Das von den drei Partnern Roland Maier, Joachim Theilmann und Klaus Weber betriebene Architekturbüro verfügt somit über eine enorme Erfahrung in derartigen Projekten.

Sowohl Maier als auch Theilmann waren denn auch in der Sitzung des Gemeinderats vertreten, um sich die Entscheidung des Gremiums vor Ort anzuhören und um gegebenenfalls Fragen beantworten zu können.

Gebaut werden soll ein Pflegeheim, das aus zwei Goschossen mit insgesamt 60 Plätzen sowie fünf betreuten Wohnungen besteht. „Dabei wird es so sein, dass auf jedem Geschoss zwei Wohngruppen entstehen, in denen jeweils 15 Zimmer integriert sind“, erklärt Architekt Maier.

Sein Kollege Joachim Theilmann führt zudem aus, dass Altenpflegeheime früher eher den Charakter eines Krankenhauses besessen hätten, von dem man sich jedoch bereits vor vielen Jahren verabschiedet hätte. „Bei uns dominieren lichtdurchflutete Räume, die eine angenehme Atmosphäre ausstrahlen und den pflegebedürftigen Menschen ein neues Zuhause bieten sollen“, erklären die beiden Architekten.

Um den Aufenthalt in dem Seniorenheim für die Pflegebedürftigen so angenehm wie möglich zu gestalten, gibt es zudem ausschließlich Einzelzimmer in den Wohnbereichen, die zudem über eine eigene Nasszelle verfügen. „Sollte aber beispielsweise ein Ehepaar in einen Wohnbereich ziehen, kann man auch zwei Zimmer zusammenlegen“, erklärt Theilmann.

Da es gerade bei demenzkranken Personen zudem häufig vorkomme, dass sie ständig in Bewegung bleiben wollen, wurde ein Wohnbereich extra so gestaltet, dass es einen Rundweg gibt, in dem sich die Demenzkranken bewegen können.

Das Haus wird zudem über eine im Dachgeschoss untergebrachte Cafeteria verfügen, die sich auch als Andachtsraum oder für Festlichkeiten nutzen lässt. Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach Auskunft der Architekten auf eine Gesamtsumme von 8,4 Millionen Euro.