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25.02.2009

In Lebensgefahr: Sprinter-Fahrer 45 Minuten lang eingeklemmt

Zwei schwere Unfälle auf der A8: Ein mit zwei Personen besetzter Mercedes-Sprinter aus Mecklenburg-Vorpommern war am Dienstagabend in Richtung Stuttgart unterwegs, als der Kleinbus an einer Steigung bei Pforzheim ungebremst mit großer Wucht auf einen langsam fahrenden Lastwagen auffuhr. Der Sprinter-Fahrer schwebt in Lebensgefahr. Fast gleichzeitig überschlug sich sich zwischen Pforzheim-Süd und Heimsheim ein VW-Polo, in dem der Fahrer schwer verletzt wurde.

Um 18.57 Uhr krachte ein 29-jähriger Mann aus Kummerow mit einem Mercedes-Sprinter etwa 1,5 Kilometer vor der Ausfahrt Pforzheim-West auf dem rechten Fahrstreifen aus bislang ungeklärter Ursache ungebremst auf einen vor ihm fahrenden Sattelzug. Durch den heftigen Aufprall wurde der Sprinter erheblich deformiert und der 29-jährige Fahrer eingeklemmt. Der schwer verletzte, 30-jährige Beifahrer konnte sich selbst befreien und wurde gleich in eine Klinik gefahren. Der Sprinter-Fahrer jedoch musste in einer schwierigen Rettungsaktion von den Feuerwehren aus Pforzheim und Remchingen mit schwerem Gerät befreit werden. Erst nach 45 Minuten konnte der Schwerstverletzte, der sehr viel Blut verloren hat, in ein Krankenhaus transportiert werden.

Während der Unfallaufnahme musste der rechte und linke von drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart bis 20.42 Uhr gesperrt werden, wodurch ein Stau von bis zu zehn Kilometer entstand.

Neben zwei Notärzten und zwei Rettungswagen waren vier Streifenwagen der Autobahnpolizei Pforzheim vor Ort. Die Berufsfeuerwehr Pforzheim war mit drei Fahrzeugen und zehn Mann sowie die Feuerwehr Remchingen mit zwei Fahrzeugen und ebenfalls zehn Mann im Einsatz.

Fast gleichzeitig kam es auf der A 8 zu einem weiteren schweren Unfall. Zwischen Pforzheim-Süd und Heimsheim in Fahrtrichtung Karlsruhe überschlug sich um 19.20 Uhr ein VW-Polo. Der 36-jährige Fahrer aus Ilmenau in Thüringen fuhr auf dem linken Fahrstreifen und kam aus bislang unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und schrammte an den Betongleitwänden entlang. Darauf hin schleuderte das Auto nach rechts über die gesamte Fahrbahn, rutschte von der Straße weg und überschlug sich zweimal. Bei der Schleudertour über die Autobahn wurden andere Autofahrer gefährdet und zu Vollbremsungen gezwungen.

Der 36-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Es besteht nach bisherigen Erkenntnissen keine Lebensgefahr. Er hatte seinen Sicherheitsgurt angelegt.

An dem älteren VW Polo entstand Totalschaden in Höhe von ca. 3 000 Euro.

An der Unfallstelle war neben Deutschem Roten Kreuz und Polizei auch die Berufsfeuerwehr Pforzheim mit zwei Fahrzeugen und acht Mann sowie die Feuerwehr Heimsheim mit zwei Fahrzeugen und neun Mann im Einsatz.