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Die Pforzheimer spüren es schon pochen, das Herz der Mess, das Marktmeister Marc Pfrommer auf dem Messplatz präsentiert. Wie im Zeitraffer werden hier zentimetergenau Buden und Fahrgeschäfte platziert – das Festzelt ist schon fast fertig. Meyer
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Michael Gräfe spült die Wasserleitungen – und zaubert einen Geysir aus dem Asphalt.
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Jetzt haben wir den Kabelsalat: Aus dem Gully winden sich Dutzende Leitungen zu den Anschlusskästen.

In Pforzheim wächst die Vorfreude: Endlich schlägt das Herz der Mess wieder - Verlosung für Mess-Fans

Pforzheim. Riesige Kabel winden sich aus dem Boden des Messplatzes. Gleich nebenan spült Michael Gräfe im Auftrag der Stadtwerke die Wasseranschlüsse durch und lässt es dabei derart sprudeln, dass dieses Schauspiel als „Pforzheimer Geysir“ durchaus eine der Attraktionen sein könnte der Pforzemer Mess, die ab Freitag, 14. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, wieder Hunderttausende Besucher anlocken soll.

Bis die Fahrgeschäfte rotieren, stehen allerdings Marktmeister Marc Pfrommer und sein Kollege Roland Nast gehörig unter Strom. „Jetzt bist du angespannt“, gesteht der erfahrene Organisator des städtischen Marktamts im PZ-Gespräch zwischen zwei Telefonaten. In seinem provisorischen Büro am Rande des Kiosks hängt Pfrommer nonstop an der Strippe, wenn er nicht gerade über den Platz wetzen muss zu einer der unzähligen und unberechenbaren Einsatzstellen.


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Die Sorge vor einem im Vorfeld begangenen Messfehler etwa treibt ihn um – auch wenn es noch nie dazu gekommen ist, dass die zentimetergenau im Plan markierten Stände und Bahnen in der Realität dann doch nicht nebeneinander passten. „Klopf auf Holz“, sagt Pfrommer und hämmert kurz mit den Fingerknöcheln auf seinen Schreibtisch. Sorgenfalten treiben ihm an diesem Montagmorgen auch die Autos auf die Stirn, die Fahrer auf dem Messplatz geparkt haben – trotz der bereits am vergangenen Mittwoch platzierten Hinweisschilder, dass ab dieser Woche hier absolutes Halteverbot gilt. Erstmal kurz abwarten, ob die Besitzer zurückkehren, sonst Halter feststellen lassen, „im schlimmsten Fall abschleppen“. Schließlich rücken die ersten Schausteller schon an. So wie Heiner Wirth vom „Schwaben-Derby“, der seine Fahrzeuge in Position bringt. Vom Freiburger Volksfest kommt er, das ganz gut gewesen sei. „Aber die Mess ist das Highlight“, sagt Wirth, „die ist in Pforzheim ja wie die fünfte Jahreszeit.“ So wie Wirth werden alle Beschicker, Schausteller wie Krämer, hier nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen. Konservativ geschätzt, müssen Pfrommer und Nast deshalb 330 Fahrzeuge – also Last- und Wohnwagen, die Autos der Mess-Leute gar nicht eingerechnet – so platzieren, dass sie am besten ganz hinter den Fassaden der Fahrgeschäfte verschwinden. Um so dankbarer ist der Marktmeister darum der Feuerwehr, die ihre Fläche gleich neben der Hauptwache wieder für die Mess zur Verfügung stellt.

„Die Schausteller sind begeistert von der Infrastruktur der Mess“, sagt Pfrommer, während er den Blick schweifen lässt: auf die Anschlusskästen, durch die über die Mess 140 000 Kilowattstunden Strom fließen werden; auf die Installation der Wasserstandrohre, von denen es am Ende acht Stück auf dem 24 000 Quadratmeter großen Areal geben wird; und auf das Festzelt, in dem erstmals die Metzgersfamilie Platzer aus Königsbach-Stein „Stephans Platzerl“ betreiben wird – mit vielfältigem Programm von der Italienischen Nacht über einen Tag der Vereine und die Nacht der Tracht bis zum Firmen- und Handwerkertag.

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