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Bis zu 20.000 Menschen sind in Gurs interniert – unter unbeschreiblichen hygienischen Bedingungen.  Foto: Stadtarchiv 

In den „Vorhof der Hölle“: Vor 80 Jahren wurden 200 Pforzheimer Juden ins Internierungslager Gurs deportiert

Pforzheim. Sie kamen im Morgengrauen – heute genau vor 80 Jahren, am Tag des „Laubhüttenfests“: Die Männer der Geheimen Staatspolizei, hämmerten an die Türen, hinter denen sie die knapp 200 Pforzheimer Juden wussten, darunter verdiente Pforzheimer wie beispielsweise den Gynäkologen Rudolf Kuppenheim, der im Siloah über 19.000 Kinder entband (und mit seiner Frau Lilly Selbstmord begeht), aber auch zunächst namenlose Frauen, Männer, Greise und Kleinkinder, die erst durch die „Initiative Stolpersteine“ dem Vergessen entrissen wurden.

Innerhalb nur weniger Stunden mussten sich die Juden auf dem Hauptgüterbahnhof einfinden, mit etwas Handgepäck –

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