nach oben
Zahlreiche Schüler waren zum Vortrag gekommen.
Zahlreiche Schüler waren zum Vortrag gekommen. © Seibel
25.01.2011

Infos über die versteckten Codes der Neonazi-Szene

PFORZHEIM. Glatze, Bomberjacke, Springerstiefel – das Klischeebild des Neonazis ist vielfach überholt. Immer öfter imitieren die autonome Szene, kopieren Symbole und variieren sie leicht. Das verwirrt nicht nur die Polizei bei Demonstrationen, sondern macht sie auch beim Nachwuchs, den sie, auch auf Schulhöfen, rekrutieren wollen, interessanter. An der Fritz-Erler-Schule hat am Dienstag vor Hunderten von Jugendlichen eine Veranstaltung stattgefunden, bei der die Jugendlichen über die offenen Symbole und versteckten Codes der Neonazi-Szene informiert wurden.

Musik, Mode, Zahlenkombinationen: Einiges war den Schülern bekannt, anderes rief Erstaunen hervor. „28“ beispielsweise – der zweite und der achte Buchstabe des Alphabets stehen beispielsweise für „Blood an Honour“, jenes in Deutschland verbotene internationale Netzwerk. Oder das Label des Klamottenherstellers Consdaple: Nimmt man nur die mittleren Buchstaben, bleibt – ganz bewusst, aber unangreifbar – NSDAP, die Nazi-Partei Adolf Hitlers. 

Ein Mitglied de „Initiative gegen Rechts“ informierte darüber hinaus über die Neonazi-Szene in Pforzheim und dem Enzkreis, über Parteien, Kameradschaften und Lieblingskneipen. Veranstalter waren der Deutsche Gewerkschaftsbund, das „Bündnis gegen Rechts“, der Fritz-Erler-Schule und des Fritz-Erler-Forums. ol

Leserkommentare (0)