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Innenstadtring: Arbeiten auf der Calwer Straße in heißer Phase
Innenstadtring: Arbeiten auf der Calwer Straße in heißer Phase © Ketterl
01.07.2011

Innenstadtring: Calwer Straße teilweise gesperrt

PFORZHEIM. Schritt für Schritt wird der Innenstadtring nach Angaben der Pforzheimer Stadtverwaltung umgesetzt. Den Anfang machten in den vergangenen Wochen die Arbeiten an den Versorgungsleitungen unterhalb der Calwer Straße. Nun geht es auf der Oberfläche weiter. Die vorhandenen vier Fahrspuren werden mit einem lärmoptimierten Asphalt versehen – und zwar zunächst in dem Bereich der Calwer Straße, der zwischen St. Georgen-Steige und der Einmündung der Jahnstraße liegt.

Ab Mitte der nächsten Woche, voraussichtlich am Mittwoch, 6. Juli, wird die Calwer Straße in diesem Teilabschnitt dann bis Anfang September 2011 nur noch in einer Richtung stadteinwärts zweispurig befahrbar sein. Richtung Westen wird der stadtauswärts fließende Verkehr gesperrt. Die Umleitung verläuft über die Kreuzstraße, Zerrenner- und Jahnstraße. Auch die Parkstreifen auf beiden Fahrbahnseiten bleiben während der gesamten Bauzeit gesperrt.

„Mit dem lärmoptimierten Asphalt leisten wir einen Beitrag, die Verkehrsimmissionen im Stadtgebiet zu senken und die Lebensqualität im Umfeld von Straßen zu verbessern“, hebt Oberbürgermeister Gert Hager hervor. Ein zentrales Ziel des Gesamtprojekts streicht Baubürgermeister Alexander Uhlig heraus: „Die Kerninnenstadt wird vom reinen Durchgangsverkehr entlastet, weil die bisherigen innenstadtbezogenen Verkehre zielgerichtet auf den Ring geführt werden.“ Zunächst werden aber auf der Fahrbahn und den Parkstreifen neue bituminöse Beläge in mehreren Lagen aufgebracht. Daher müsse der Verkehr während der Einbauarbeiten mehrfach umgelegt werden, was aber jederzeit durch Umleitungsschilder deutlich gemacht werde, so Uhlig weiter. „Umfangreiche Leitungsverlegungsarbeiten der Stadtwerke fanden bereits im Vorfeld statt“ erläutert Erster Bürgermeister Roger Heidt. Die Stadtwerke und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung kommen während der gesamten Bauarbeiten zum Innenstadtring immer wieder zum Einsatz. „Notwendige Arbeiten an den Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Wärme, Strom) sowie an der Kanalisation werden vorgezogen, so dass die Straßen nicht gleich wieder geöffnet werden müssen, nachdem der Innenstadtring fertig gestellt ist“, erklärt Roger Heidt die Hintergründe hierfür.

Die Arbeiten zum ersten Knotenpunkt in der Calwer Straße verlaufen in drei Abschnitten. Im ersten davon baut die Stadt Pforzheim die beiden südlichen, stadteinwärts führenden Fahrstreifen neu aus, im zweiten Abschnitt entsprechend die nördlichen Fahrspuren. In einem dritten Bauabschnitt werden anschließend die Gehwege und der Parkstreifen auf der Nordseite der Calwer Strasse erneuert. Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich am 9. September beendet sein. In der Woche danach sind noch Arbeiten an den Seitenflächen und Gehwegen sowie Markierungsarbeiten möglich.

Mit dem Innenstadtring werden nach Angaben der Pforzheimer Stadtverwaltung die Kernprobleme des Pforzheimer Verkehrs angegangen. Er umfasst 4,3 Kilometer, beinhaltet insgesamt 19 verkehrswichtige Knotenpunkte (14 davon werden mit erhöhter Priorität angepasst) und soll bis Ende 2013 fertig gestellt sein. „Auf überwiegend vier durchgängigen Fahrspuren kann der Innenstadtring eine größere Verkehrsmenge aufnehmen, da er gegenüber anderen Straßen bevorrechtigt ist“, erklärt Oberbürgermeister Gert Hager. Dadurch, dass die Zerrennerstraße vom reinen Durchgangsverkehr entlastet wird, werden hier völlig neue Gestaltungsspielräume eröffnet: Die Straße kann zum Straßenboulevard umgestaltet werden. Gleichzeitig soll der Querschnitt von vier auf zwei Fahrspuren reduziert und mit durchgehendem Mittelstreifen versehen werden. Einer der Hauptauslöser für den Innenstadtring war der Verkehrsentwicklungsplan (VEP). Er enthält Vorschläge, die oftmals auf dem bestehenden Straßennetz umsetzbar sind. Der Innenstadtring wird über Luisenstraße, Lindenstraße, Parkstraße, Altstädter Kirchenweg, Altstädter Brücke, Holzgartenstraße, Calwer Straße, Werderbrücke, Jahnstraße, Goethebrücke, Goethestraße, Westliche Karl-Friedrich-Straße und Berliner Straße verlaufen (s. Übersichtsplan).

Das Projekt ist angelegt für einen Zeitverlauf von drei Jahren und dauert bis 2013. Die Schwerpunkte liegen in den Jahren 2012 und 2013. Die größten Auswirkungen in diesem Jahr haben voraussichtlich die Arbeiten auf der Calwer Straße. Ebenfalls im Juni haben die Arbeiten an der Ecke Parkstraße/Östliche begonnen. Hier werden die Zu- und Abfahrten auf den Ring verändert. Zudem soll die Östliche auf eine Fahrspur verengt und als erkennbarer Innenstadteingang gestaltet werden. Dies kann z.B. durch ein Baumtor mit vier Bäumen geschehen. Gleichzeitig sollen in der Östlichen zusätzlich Radwege entstehen.

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