nach oben
Mit 100.000 Euro will die Stadt Pforzheim eine Imagekampagne für den Innenstadtring finanzieren, um dem Baustellen-Ärger etwas Positives entgegenzusetzen. Die Kosten für die Verschönerung der über vier Kilometer langen Strecke stehen noch nicht fest.
Mit 100.000 Euro will die Stadt Pforzheim eine Imagekampagne für den Innenstadtring finanzieren, um dem Baustellen-Ärger etwas Positives entgegenzusetzen. Die Kosten für die Verschönerung der über vier Kilometer langen Strecke stehen noch nicht fest. © PZ-Archiv
22.01.2012

Innenstadtring wird schöner - und auch teurer

Pforzheim. „Wenn’s was rechts sein soll, dann koscht’s au was“ – dieser Spruch kommt einem in den Sinn, wenn man an den Innenstadtring denkt. Dessen Kosten, einst mit 1,1 Millionen Euro in den Haushaltsplänen vorgesehen, waren im vergangenen Jahr um 1,64 Millionen höher berechnet worden. Zähneknirschend genehmigte der Gemeinderat die nunmehr 2,84 Millionen Euro, die auch 100.000 Euro für eine Marketing-Kampagne enthielten. Doch das Ende der Kosten-Fahnenstange ist immer noch nicht erreicht.

Das Geld für die Marketing-Kampagne ist gut angelegt. Soll doch der Innenstadtring, der zunächst für etliche Baustellen und damit für jede Menge Staustress und Umleitungsärger sorgen wird, in der Bevölkerung positiv verkauft werden.

Doch bei der zuletzt genannten Summe wird es nicht bleiben. Denn um „positive Gefühle“ zu wecken und einen Wiedererkennungswert zu schaffen, sollen optische Akzente auf der 4,3 Kilometer langen Tour rund um die City geschaffen werden. Aber Blumen und Bäume, neue Lampen und andere Gestaltungsaccessoires gibt es nicht zum Nulltarif - und die Planung durch ein externes Büro auch nicht.

Je 10.000 Euro hatte sich die Stadt bereits die Vorschläge von zwei Büros in einem sogenannten „Werkstattverfahren“ für die Jahnstraße kosten lassen. Nun sollen die groben Skizzen in einem neuen Gutachten so verfeinert werden, dass sie auch für andere Abschnitte des Innenstadtrings übernommen werden können.

Im Planungsausschuss des Gemeinderats konnte dazu noch kein Betrag genannt werden, der für den Auftrag aufgebracht werden muss. Einmal ganz davon abgesehen, was für das Umsetzen der Vorschläge dann bereitgestellt werden soll. Nur eines scheint festzustehen: Ende kommenden Jahres soll der Innenstadtring fertiggestellt sein.

Die eine und andere Maßnahme, an der Calwer Straße oder an der Kreuzung Berliner-/Luisenstraße, wurden bereits abgeschlossen. Wobei neue Verkehrsführungen und Ampelschaltungen, so auch an der Linden-/Park-/Anshelmstraße und der Calwer-/Kreuzstraße für Ärger bei Verkehrsteilnehmern gesorgt hat, weil vertraute Streckenbeziehungen geändert wurden. Wobei am genannten Knoten Berliner-/Luisenstraße im Rathaus selbst sozusagen die Notbremse gezogen wurde. Denn: „Das von der Stadt erstellte Signalprogramm wurde von den Autofahrern nicht so angenommen, wie es vorgesehen war“, erklärt Wolfgang Raff, der Leiter des Amts für öffentliche Ordnung. Denn die Linksabbieger von der Luisenstraße in die Berliner Straße hätten die Vorfahrt der dort die Fahrbahn querenden Fußgänger missachtet. Daher wurde diese Furt in Absprache mit der Polizei im vergangenen Oktober umgehend gesperrt. Was nun Fußgänger verärgert hat.

Mittlerweile wurde ein neues Programm erstellt, zudem wird es künftig von Westen kommend drei Fahrspuren geben – zwei geradeaus und eine rechts abbiegend. Wegen starken Regens sei der vor weihnachten vorgesehene Montagetermin abgesagt worden, erläutert Raff. Aber nun sollen in dieser Woche die Änderungen, vorgenommen werden.

Dies gilt auch für die vom Bahnhofplatz kommende Fahrspur die Lindenstraße abwärts. Deren Sperrung, die für einen Autokran notwendig war und noch ist, um Arbeiten im sechsten Stock des Neubauprojekts „Il Tronco“ vornehmen zu können, soll Ende der Woche aufgehoben werden. Dann kann der Verkehr wieder in gewohnter Weise rollen.

Leserkommentare (0)