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von links: Alexander Freygang, Dr. Manfred Weiser, Karsten Gerhardt, Mathias Imhof, Obermeister Joachim Butz, Mirolsav Karacic, Georg Fritz und Werner Schmidt beim ersten Trinkwassertag im ebz. Foto: Tilo Keller
von links: Alexander Freygang, Dr. Manfred Weiser, Karsten Gerhardt, Mathias Imhof, Obermeister Joachim Butz, Mirolsav Karacic, Georg Fritz und Werner Schmidt beim ersten Trinkwassertag im ebz. Foto: Tilo Keller
26.03.2017

Innung für Sanitär und Heizung veranstaltet Trinkwassertag im ebz

Pforzheim. Hersteller von Wasseraufbereitungsgeräten, Trinkwasserarmaturen und Rohrleitungssystemen haben die Besucher des ersten Trinkwassertags im Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) am Samstag umfassend informiert. Veranstalter war die Innung Sanitär und Heizung Pforzheim-Enzkreis. Bei Vorträgen gab es Gelegenheit, das Thema zu vertiefen.

„Die Fachvorträge waren sehr gut besucht und wurden mit großem Interesse aufgenommen“, sagte Georg Fritz, Mitglied des Innungsvorstands sowie Ideengeber zum Trinkwassertag. „Man hat gemerkt, dass die Endverbraucher sensibilisiert sind, was das Trinkwasser angeht“. Joachim Butz, Obermeister der Innung, schätzte, dass sich etwa 300 bis 400 Besucher informiert haben: „Es war Neuland für uns. Wir waren überrascht, wie gut das Thema angekommen ist“, freute er sich. „Es waren viele Leute da, die sich gleich mehrere Vorträge angehört haben.“ Darunter auch Hauseigentümer gewesen, die sich nicht bewusst waren, welch hohe Verantwortung sie mit dem Trinkwassersystem tragen.

Viel Wissenswertes

Butz moderierte das Podiumsgespräch, in dem alle Referenten Rede und Antwort standen. Dabei erklärte Alexander Freygang, Abteilungsleiter der Trinkwasserproduktion bei den Stadtwerken, dass die Verantwortung des Wasserversorgers kurz vor der Wasseruhr ende.

Den Zuhörern wurde deutlich, dass ab dem Absperrhahn der Hauseigentümer in der Verantwortung steht. „An die Heizungswartung denkt man oft, aber das Trinkwassersystem bräuchte eigentlich auch eine Wartung“, sagte Georg Fritz, Geschäftsführer die Firma Brüstle in Illingen.

Manfred Weiser vom Chemischen Institut Pforzheim verwies auf die regelmäßigen Legionellenuntersuchungen, die die Trinkwasserverordnung für Anlagen mit mehr als 400 Liter Warmwasserspeicher sowie für öffentliche Gebäude und Gewerbebetriebe mit Duschen vorgibt. Karsten Gerhardt vom Armaturhersteller Hansa machte auf die Freisetzung von Bestandteilen bei minderwertigen Armaturen aufmerksam. Mirolsav Karacic von der Firma Grünbeck Wasseraufbereitung empfahl gängige Trinkwasserfilter auch in Altbauten einzubauen, während Mathias Imhof von der Firma Miconsultec von der nachträglichen Innenbeschichtung alter Rohrleitungssysteme abriet. Werner Schmidt vom Pumpenhersteller Wilo betonte, dass Wasser stets im Fluss bleiben müsse.

Abschließend hatten die Zuhörer Gelegenheit, den Experten weitere Fragen zu stellen. „Das Trinkwassernetz in Gebäuden ist bislang etwas stiefmütterlich behandelt worden, davon müssen wir wegkommen“, resümierte Obermeister Butz am Ende der Gesprächsrunde.