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Sie setzen sich für den zweiten Bauabschnitt der Westtangente ein: Klaus Becker (Nordstadt), Fritz Sinzenich (Weststadt), OB Gert Hager, Dietlinde Hess und Roland Wentsch (beide Bürgerverein Dillweißenstein) auf der Verkehrsinsel an der Weißensteiner Brücke.
Sie setzen sich für den zweiten Bauabschnitt der Westtangente ein: Klaus Becker (Nordstadt), Fritz Sinzenich (Weststadt), OB Gert Hager, Dietlinde Hess und Roland Wentsch (beide Bürgerverein Dillweißenstein) auf der Verkehrsinsel an der Weißensteiner Brücke.
18.05.2016

Inoffizielle Tangente nervt Bürger

Pforzheim. Bundesstraße 463, dann abbiegen bei der Weißensteiner Brücke – früher „Eiserne Brücke“, 180-Grad-Rechtskurve, schmale Burggartenstraße, 90-Grad-Linkskurve, Belremstraße, 90-Grad-Rechtskurve, Tempo reduzieren auf 20 Stundenkilometer, 90-Grad-Linkskurve, Kräheneckstraße, Vorsicht Kindergarten und Zebrastreifen, enge Piste bis zum Sonnenberg, über die Rotplatte, Berg hinunter ins Brötzinger Tal. Man kann auch sagen: die inoffizielle Westtangente, die Luftlinien-Verbindung zwischen dem Nagold- und dem Enztal – bis eines fernen Tages der zweite Bauabschnitt der Westtangente als Tunnel unter dem Sonnenberg durchführt und das Jahrhundertwerk vollendet ist. Dann dürfte auch die Stadt Pforzheim um drei Viertel des Verkehrs – vor allem Schwerverkehrs –, der sich von der Autobahn ins Enz- oder Nagoldtal ergießt, entlastet werden und der Innenstadtring seine volle Wirkung entfalten.

Deshalb hat sich auch Oberbürgermeister Gert Hager eingefunden und sich zu den Vertretern der Bürgervereine gesellt. Sie wollen an einem Strang ziehen: Dietlinde Hess, Grande Dame in Dillweißenstein, und der Vorsitzende des Bürgervereins, Roland Wentsch, Fritz Sinzenich für den Weststadt-Bürgerverein und Klaus Becker für die Nordstadt. Was sie eint, ist die Freude, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im vergangenen Jahr die Mittel freigegeben hatte, um den ersten Bauabschnitt zwischen dem Tangenten-„Stummel“ nahe der Autobahn und der äußeren Dietlinger Straße zu finanzieren. Auch verfolgen sie das zügige Fortschreiten der Bauarbeiten auf der Wilferdinger Höhe in Richtung Wald.

Doch was sie fürchten, ist, dass die Politik die Fortsetzung der Tangente von der Wildbader Straße hinüber ins Nagoldtal torpediert. „Ohne den zweiten Bauabschnitt ist die Westtangente nur Stückwerk“, sagt Hager, der sich dennoch zuversichtlich zeigt, dass der zweite Bauabschnitt durchgeboxt und finanziert werden wird. Mit der entsprechenden Planfeststellung müsse bereits jetzt begonnen werden, um frühzeitig die Weichen zu stellen. Er warte in dieser Sache noch auf die Antwort auf einen Brief an Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.