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Ob auf der Wiese am Ostrand oder in der Mitte der drei Schulen – der künftige Standort der Container ist noch offen. Fotos: Ketterl
Ob auf der Wiese am Ostrand oder in der Mitte der drei Schulen – der künftige Standort der Container ist noch offen. Fotos: Ketterl
27.03.2017

Insel-Schulen tun sich zusammen für Unterricht der Förderklassen

Pforzheim. Ihr Projekt „Sprachinsel“ haben die Insel-Schulleiter Andreas Renner (Grundschule), Axel Glanz (Werkrealschule) und Roland Weißer (Realschule) mit Schulbürgermeisterin Monika Müller vorgestellt. Wie berichtet, soll die Hälfte der Container von der Nordstadtschule – 15 Klassenzimmer auf drei Stockwerken – auf dem Insel-Areal Platz finden und von allen drei Schulen genutzt werden.

Während es an der Werkrealschule ein Ganztagsangebot gibt, fehlt dieses an den anderen Bildungseinrichtungen, „obwohl wir überzeugt sind, dass das an der Grundschule, vielleicht auch an der Realschule, Sinn machen würde“, so Müller. Doch für ein Ganztagsangebot fehlt der Platz, beispielsweise für eine Mensa. Dieser könne nicht durch die Container, sondern nur durch die „große Lösung“ – den Insel-Campus – geschaffen werden. Aufgrund der Finanzsituation der Stadt „ist aber nicht unmittelbar davon auszugehen, dass die Pläne in den nächsten Jahren mit Leben gefüllt werden“, so Müller. Um schnelle Abhilfe zu schaffen, seien die Container gedacht: „Es ist kein Ersatz, aber ein erster Schritt.“

Die neue Lösung – laut Müller eine „Art Gemeinschaftsschule für Sprachförderklassen“ – sieht vor, diese Kinder in Mathe und Deutsch nicht mehr nach Altersstufen und Schulform, sondern nach Niveau aufzuteilen. „Wir bündeln unsere Ressourcen“, so Renner. Die Hoffnung der Rektoren ist, dass die Schüler so schneller Deutsch lernen. „Momentan ist es häufig so, dass Schüler auf der Hauptschule landen, obwohl viele auf die Realschule oder das Gymnasium gehen könnten“, sagt Weißer, der durch die „Sprachinsel“ auf eine „passgenauere Aufteilung“ hofft.

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