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Viele Honoratioren, noch mehr Technik: Vertreter von Stadt, Kreis, Feuerwerk, DRK und AOK in der Leitstelle.
Viele Honoratioren, noch mehr Technik: Vertreter von Stadt, Kreis, Feuerwerk, DRK und AOK in der Leitstelle.
27.11.2015

Integrierte Leitstelle koordiniert Helfer in Pforzheim und Enzkreis

Für die Mitarbeiter war die Einrichtung der gemeinsamen Leitstelle von Deutschem Rotem Kreuz und Feuerwehr eine Mammutaufgabe, das macht Roland Peyer deutlich. Man könne die Arbeit nicht genug loben, sagt der stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführer, der etwa berichtet, wie seine Kollegen selbst über die Weihnachtszeit 2014 damit beschäftigt waren, rund 20 000 Datensätze mit denen der Feuerwehr abzugleichen, damit das Material korrekt ist.

Solche Anekdoten geben einen Eindruck davon, was Wolfgang Kramer mit „Es ist vollbracht“ meint. Wie Oberbürgermeister Gert Hager, der auch im Namen von Landrat Karl Röckinger spricht, lobt der DRK-Präsident die Zusammenarbeit aller Beteiligten, die in den vergangenen fünf Jahren die Leitstelle Realität werden ließen und für einen reibungslosen Start gesorgt haben – besonders aber Roger Heidt und Wolfgang Herz. Der Erste Bürgermeister und der Erste Landesbeamte hätten das Projekt nach dem „Hin und Her“ der Vergangenheit wieder angeschoben. Knapp unter vier Millionen Euro, so Peyer, habe das Ganze gekostet. „Wir haben weniger als drei Prozent Kostenüberschreitung über fünf Jahre.“

Nun laufen seit dem 14. Oktober im Gebäude der Stadtwerke Pforzheim am Mühlkanal 16 unter der Notrufnummer 112 die Fäden für die regionalen Kräfte zusammen. Besonders bei Großeinsätzen soll die Rettungszentrale ihre Stärken ausspielen. Jeweils 18 Mitarbeiter von Feuerwehr und DRK sorgen dafür, dass der Leitstand rund um die Uhr regulär mit vier Personen besetzt wird. Nach fünf Jahren steht eine Änderung der Struktur an. Dann soll die Einrichtung in eine eigene Rechtsform überführt werden.