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Stefanie Jost (links) und Maria Safroshkina (hinten) arbeiten für den Jugendmigrationsdienst – der sich auch um die Integration von Meniva Hussein kümmerte, die 2011 aus dem Nord-Irak nach Pforzheim kam und jetzt Azubi beim IB ist. Foto: Ketter
Stefanie Jost (links) und Maria Safroshkina (hinten) arbeiten für den Jugendmigrationsdienst – der sich auch um die Integration von Meniva Hussein kümmerte, die 2011 aus dem Nord-Irak nach Pforzheim kam und jetzt Azubi beim IB ist. Foto: Ketter
04.08.2017

Internationaler Bund vom Ministerium mit Hilfestellung beauftragt

Pforzheim. Nicht wie Blinde von der Farbe sprechen – sondern eigene Erfahrungen mit Migration einbringen in die Arbeit mit jungen Menschen, deren erste Heimat zunächst einmal nicht Pforzheim war: Darin sieht der Internationale Bund (IB) eine seiner originären Aufgaben. Der Ansicht ist auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) – und vergibt seit 2008 Jahr für Jahr (ständig werden die erbrachten Leistungen auf den Prüfstand gestellt) den Jugendmigrationsdienst an den IB. „Gerade was die Bildungsberatung betrifft, hätte ich mir selbst so etwas auch gewünscht“, sagt IB-Bereichsleiterin Liane Bley, die mit 17 Jahren aus Russland nach Pforzheim kam.

Aus Russland stammt auch Maria Safroshkina, aus der Ukraine Oksana Waiditschka und aus Brasilien Stefanie Jost – die drei jungen Frauen teilen sich 1,5 Stellen beim IB mit Sitz im ehemaligen Kollmar & Jourdan-Gebäude an der Bleichstraße (in der auch die Carlo-Schmid-Schule ihren Sitz hat). Ihre Aufgabe: Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 27 Jahren eine Anlaufstelle für Beratungen aller Art zu sein, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, sie zu begleiten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, ihnen die vielleicht komplett neue Kultur zu erklären, Türen zu öffnen und Wege zu ebnen.

Das, so Bley und Ruben Leonhard, Bereichsleiter soziale Arbeit und Kinderförderung, gehe vom Erlernen der deutschen Sprache über berufliche Orientierung, Zeugnisanerkennung und Ausbildungsplatzsuche bis hin zu persönlichen Themen wie Verschuldung, Wohnungsplatzsuche, Schwangerschaft oder Rauswurf aus der Schule. Bley: „Wir wollen, dass der ganze Eingewöhnungsprozess ein gutes Ende findet.“ Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.