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Im Dialog über das friedliche Miteinander: Bernhard Ihle, der katholische Dekan Pforzheims, Christiane Quincke, die evangelische Dekanin der Goldstadt, Moderator Michael Blume, Abdelmalek Hibaoui, Imam und Dozent an der Universität Tübingen und Rabbiner David Bollag, Lehr- und Forschungsbeauftragter an der Universität Luzern.  FRommer
Im Dialog über das friedliche Miteinander: Bernhard Ihle, der katholische Dekan Pforzheims, Christiane Quincke, die evangelische Dekanin der Goldstadt, Moderator Michael Blume, Abdelmalek Hibaoui, Imam und Dozent an der Universität Tübingen und Rabbiner David Bollag, Lehr- und Forschungsbeauftragter an der Universität Luzern. FRommer
22.11.2016

Interreligiöses Gespräch mit vier Vertretern offenbart Gemeinsames

Im Dialog bleiben. Friedlich zusammenleben. Ein deutliches Zeichen für Integration setzen. So umriss Rami Suliman, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Pforzheim (JGPF), die Ziele des interreligiösen Gesprächs.

Auf Einladung seines Gemeindezentrums und der Volkshochschule Pforzheim fanden sich am Montagabend Vertreter von vier Religionen im Festsaal an der Emilienstrasse 20-22 ein: Christiane Quincke, die evangelische Dekanin der Goldstadt, Bernhard Ihle, der katholische Dekan Pforzheims, Abdelmalek Hibaoui, Imam und Dozent an der Universität Tübingen und Rabbiner David Bollag, seines Zeichens Lehr- und Forschungsbeauftragter an der Universität Luzern. Die Moderation des überkonfessionellen Gesprächs unter dem Motto „Weißt Du, wer ich bin?“ übernahm der eloquente Stuttgarter Religionswissenschaftler Michael Blume.

Gott und die Weltbevölkerung

Die Gesprächsrunde startete zunächst in Abwesenheit von David Bollag. „Alle Religionen warten auf den Messias. Wir warten jetzt auf den Rabbi“, merkte Blume humorig zu dessen bahnbedingter Verspätung an. Um die Wartezeit zu überbrücken, erkundigte sich Michael Blume en passent bei Bernhard Ihle, ob die römisch-katholische Kirche wegen Papst Franziskus eine Eintrittswelle verzeichne. Als Ihle dies als „nicht feststellbar“ beschrieb, scherzte Michael Blume: „Eine Eintrittswelle gibt es nicht; wir müssen also mit Kindern arbeiten!“. Seine nächste Frage – ob denn „alle Christen gerettet werden? Auch die evangelischen? – kam zwar ähnlich leicht und locker daher, wurde von Dekan Ihle aber ausführlich und mit dem gebotenen Ernst beantwortet: „Gott hat sich dem jüdischen Volk als Gott aller Völker offenbart.“ Das Zweite Vatikanische Konzil (1962), so Ihle weiter, stünde für einen Perspektivwechsel und habe den Horizont extrem geweitet. „Uns ist klar, dass es keinen Weltfrieden geben kann, wenn es keinen Religionsfrieden gibt“, zitierte Ihle den Schweizer Theologen Hans Küng. Der aus Marokko stammende Imam Abdelmalek Hibaoui ergänzte aus Sicht der Muslimen: „Gott hat verschiedene Gemeinden gewollt“, darauf wiesen mindestens zwei bis drei Stellen des Korans hin. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Peggy
24.11.2016
Interreligiöses Gespräch mit vier Vertretern offenbart Gemeinsames

Unser Gott würde sich freuen wenn es so toll funktionieren sollte.Aber ihr Traumtänzer schreibt es in den Himmel. mehr...

nanos
24.11.2016
Interreligiöses Gespräch mit vier Vertretern offenbart Gemeinsames

Natürlich gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten der sog. abrahamitschen Religionen. Nur haben Religionen eben auch ein hohes Mißbrauchspotential. Mit jemandem der sich im Besitz des einzig wahren Glaubens sieht lässt sich halt schwer auf gleicher Augenhöhe konstruktiv reden. Religionen sind geradezu ideal dazu beschaffen Menschen in „wir und die anderen zu unterteilen.“ Aber hilfreich wäre es schon statt dem Trennenden die Gemeinsamkeiten herauszustellen und damit diesen Kontrast etwas ...... mehr...