nach oben
So in etwa soll der Baukörper des einstigen Sinn-Leffers-Gebäudes künftig aussehen, Anregungen des Gestaltungsbeirats gab es eher zu Details. Grafik: Michelgroup
So in etwa soll der Baukörper des einstigen Sinn-Leffers-Gebäudes künftig aussehen, Anregungen des Gestaltungsbeirats gab es eher zu Details. Grafik: Michelgroup
15.09.2017

Investor kauft Sinn-Leffers-Gebäude - Edeka rutscht eine Etage hoch

Pforzheim. Johannes Kalker ist es ganz offensichtlich gewohnt, Nägel mit Köpfen zu machen. „An mir wird es nicht mehr liegen, wenn das Projekt scheitert“, sagt er in der Sitzung des Pforzheimer Gestaltungsbeirats an diesem Freitagnachmittag. Vor einer Woche habe er die in weiten Teilen seit Jahren leerstehende Sinn-Leffers-Immobilie an der Ecke Leopoldstraße/Zerrennerstraße und bis hin zur Lammstraße gekauft, nach anderthalbjähriger Vorbereitungszeit. Sein Äußeres soll das Gebäude genauso deutlich verändern wie das Innenleben.

Ein Geschoss höher soll es werden und eine neue, wertige Fassade mit einer Art großem Schaufenster und künftig ohne das vorgebaute Display erhalten. Der Edeka zieht vom Unter- ins Erdgeschoss und bekommt Schaufenster im farblich abgesetztem Gebäudesockel. In die oberen drei Etagen und in ein Zwischengeschoss kommen Wohnungen, insgesamt 30 an der Zahl, voraussichtlich Zwei- bis Drei-Zimmer-Einheiten. Ob sie vermietet oder verkauft werden, steht noch nicht fest, sagen Kalker und sein Planer Rainer Gulde vom Projektentwickler Michelgroup GmbH (Ulm) gegenüber der PZ. Der in London lebende Johannes Kalker hat nach eigenem Bekunden sein ganzes Berufsleben mit der Wiederbelebung ineffizienter Gewerbe-Immobilien verbracht. Pforzheim sei „ein hochinteressanter Standort“, auf den er durch „sein Netzwerk“ aufmerksam gemacht wurde – mit den großen Plänen zur City-Umgestaltung habe sein Investitionsinteresse nichts zu tun.

Kalker hat eigens die Pforzheim Leopoldstraße Entwicklungs GmbH gegründet. In die mittlere Etage kommt ein Parkdeck für die Autos der Bewohner, das mit den Fahrzeugen womöglich über einen Auto-Aufzug erreicht wird. Dazu Räumlichkeiten für Dienstleistung, wobei es hier um ein Fitnessstudio genauso gehen könnte wie um eine Tanzschule, einen Gesundheitsdienstleister oder einen Verpackungsbetrieb. Büros scheiden eher aus, weil der Gebäudezuschnitt dafür nicht günstig ist. Von der Frage, wie schnell die Nutzung dieser Dienstleistungsbereiche geklärt ist, hängt laut Kalker und Gulde der weitere Zeitplan ab. Läuft es gut, dann können sie alle notwendigen Planungen und Genehmigungen in anderthalb Jahren vorliegen haben, mit dem Umbau, Teilabriss und Neubau beginnen und in drei Jahren fertig sein. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und mit Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler sei bisher gut gewesen, lobt Kalker in der Sitzung die anwesende Dezernentin.

Lob gibt es umgekehrt auch vom Gestaltungsbeirat für die von Kalker und Gulde vorgelegten Pläne: „Ein gelungenes Beispiel von Stadtreparatur“, sagt Henning Ehrhardt. Ludwig Wappner hat als Vorsitzender einige Anregungen etwa zu den Schaufenstern. Ähnliches gibt es seitens des Expertengremiums teils zum Parkdeck (da könne man an ein „cooles Parkhaus“ denken), teils zur Qualität der Materialien an der Fassade. Aber ganz klar: grünes Licht.

Isis
16.09.2017
Investor kauft Sinn-Leffers-Gebäude - Edeka rutscht eine Etage hoch

Mal ein Glück für Pforzheim. mehr...

Pforzheimer Mädchen
16.09.2017
Investor kauft Sinn-Leffers-Gebäude - Edeka rutscht eine Etage hoch

Ein echt tolles Projekt. Mal sehen was von den Ideen am Ende übrig bleibt. Und der Gestaltungsbeirat sollte bitte seine Finger davon lassen. mehr...

Faelchle
16.09.2017
Investor kauft Sinn-Leffers-Gebäude - Edeka rutscht eine Etage hoch

Da wird höchste Zeit, dass aus dieser versifften Bude was gemacht wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so ausgeht wie mit dem Mühlehof in Mühlacker. Auch hoffe ich, dass der bisherige Edeka- MIeter die zukünftige Miete zahlen kann, man darf davon ausgehen, dass die bei einem Investor erheblich höher sein wird. mehr...