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Experten im Dialog: Theologin und Politikwissenschaftlerin Christine Weick von der Akademie der Diözese Rottenburg mit dem Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan. Foto: Läuter
Experten im Dialog: Theologin und Politikwissenschaftlerin Christine Weick von der Akademie der Diözese Rottenburg mit dem Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan. Foto: Läuter
18.03.2016

Islam und Christentum – zwei Religionen, viele Parallelen

„Grundlagen des Christentums und des Islams – Dialog zur interreligiösen Zusammenarbeit“ lautete das Thema des jüngsten Themenabends der Caritas. Im Hort der Weiherbergschule an der Bergstraße verfolgten 80 Zuhörer die Vorträge zweier ausgewiesener Spezialisten.

Der Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan verwies zunächst darauf, dass Islam nicht wie oft gesagt würde, Friede bedeute, sondern sich von dem arabischen Wort für „sich hingeben“ abgeleitet sei. Es gehe also um die Hingabe zu Gott. Entstanden ist die Religion, als Mohammed 610 nach Christus erstmals dem Erzengel Gabriel begegnet sein soll. Weitere Begegnungen folgten bis zu seinem Tod, wobei er stets einen Teil des Koran überliefert bekommen haben soll. Zu Lebzeiten sollen viele seine Anhänger geworden sein, weil er sich für mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Frauenrechte einsetzte. Zwar gilt im Islam Mohammed als der letzte auf die Erde gesandte Prophet, doch jene vor ihm werden zahlreich erwähnt im Koran. Als ein solcher gilt zum Beispiel auch Jesus, der mehr als 90-mal in den insgesamt 114 Suren erwähnt wird.

Theologin Christine Weick von der Akademie der Diözese Rottenburg ging bei ihrem Vortrag auf das Kirchenjahr ein, das mit der Weihnachtszeit und der Geburt Jesu Christi beginnt. Ein zentrales Fest steht nun kurz bevor: Ostern, bei dem die Überwindung des Todes durch Jesus gefeiert wird.

Die Vorträge zeigten Parallelen zwischen Christentum und Islam auf, angefangen von einer Fastenzeit, über ein heiliges Buch als zentrale Schrift des Glaubens – aber auch, dass nur wenig benötigt wird, um ein Haus zu einem Gotteshaus zu machen.

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