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31.08.2017

J. P. Morgan-Anwalt gibt Stellungnahme zur Rolle des Pforzheimer Amts ab

Eine Breitseite gegen das Pforzheimer Rechnungsprüfungsamt (RPA) feuerte am Donnerstag vor dem Mannheimer Landgericht im Derivate-Prozess Rechtsanwalt Alfred Dierlamm ab.

Für den Strafverteidiger aus Wiesbaden steht fest: „Dass das Rechnungsprüfungsamt diese Pflichten in solch eklatanter Weise verletzen beziehungsweise gar nicht wahrnehmen würde, war aus Sicht von Herrn ... nicht erkennbar.“ Mit dem besagten Herrn meint Dierlamm einen der beiden mitangeklagten Kundenberater der Investmentbank J. P. Morgan, den er zusammen mit Rechtsanwältin Katharina Kolbe vertritt.

Die Vernehmung eines früheren Leitenden Mitarbeiters des RPA in der vorhergehenden Sitzung (die PZ berichtete am Mittwoch) veranlasste die beiden Anwälte zu einer Stellungnahme auf drei DIN-A4-Seiten. Das Papier wurde der Großen Wirtschaftsstrafkammer übergeben.

Der Zeuge habe eingeräumt, dass die Pflicht „nicht erfüllt wurde“. Daraus folgert Dierlamm und kritisiert, dass die Prüfungspflicht damit „lediglich auf dem Papier stand“. Für J. P. Morgan sei die Einbindung des RPA ein wichtiges Kriterium im Rahmen des bankinternen Entscheidungs- und Genehmigungsprozesses gewesen.

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